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ChatGPT-Nachfolger als Big Brother

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Ein im November 2022 als Chatbot vorgestelltes Hilfsmittel des Unternehmens OpenAI soll ab der nächsten Generation die Führung unseres Handelns und Denkens übernehmen. Schon jetzt ist die Deutungshoheit über Wahrheit und Lüge weitgehend an die vom Besitzer vorgegebene programmierte KI delegiert. Auch wenn der Einsatz vordergründig verlockend erscheint: KI ist – wie auch das Smartphone – zuvorderst Militärtechnologie und Degenerationsinstrument. Ein Werkzeug, welches die kognitiven Fähigkeiten des Menschen noch weit schneller und gravierender herabsetzen wird, als es schon durch die Einführung des Smartphones geschehen ist.

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In einem Gespräch beschrieb Sam Altman, der Chef des KI-Unternehmens OpenAI, seine Pläne für einen ChatGPT-Nachfolger. Dieser soll schon in den nächsten Monaten einsatzbereit sein. Altman sagte dazu folgendes:

„Ich glaube, wir sind nahe an einer Welt, in der man einen Nachfolger von ChatGPT haben kann, der die ganze Zeit deinen Computerbildschirm beobachtet, jedes Meeting mitverfolgt, an dem du teilnimmst, jeden Anruf aufzeichnet und so einen perfekten Kontext deines gesamten Lebens hat – von allem, was du siehst.“

In Kürze wird die KI also nicht mehr nur auf Anfragen reagieren, sondern proaktiv handeln. Sie wird Ideen vorschlagen, potenzielle Probleme erkennen und den Alltag unterstützen. Was für eine schöne neue Welt! Daneben wirken die klassischen Dystopien [Dystopie = fiktive, düstere Zukunftsvision] wie 1984 – „Big Brother is watching you“ – wie ein harmloses Puppentheater, denn Orwells Beobachter saßen noch hinter einer Wand. Altmans Beobachter sitzen im eigenen Smartphone oder PC und schon bald im eigenen Hirn. Sie werden zu ständigen Begleitern, zu vermeintlichen Freunden. [www.kla.tv/39321]

Der Köder der Bequemlichkeit ist verlockend. Wer würde nicht gerne ein paar lästige Termine auslagern oder sich von einer perfekten Instanz bei der Arbeit unterstützen lassen? Doch kaum sind die Menschen von den neuen KI-Unterstützungen abhängig, wird die KI beginnen, sie zu maßregeln. Der schmale Grat zwischen „Unterstützung“ und „Bevormundung“ wird dann nicht mehr von den Nutzern, sondern von Algorithmen definiert. So wird die proaktive Hilfe zum bevormundenden Eingriff.

Hier einige Beispiele, wie das konkret aussieht:

  1. Man will einen kritischen Kommentar über die Regierungspolitik verfassen? Die KI, die jeden Tastenanschlag mitverfolgt, „korrigiert“ den Text im Vorfeld. Sie schlägt harmlosere Formulierungen vor oder veröffentlicht den Beitrag gar nicht erst, weil er als „inkorrekt“ oder „polarisierend“ eingestuft wird. Schon jetzt blockiert die Google-KI harmlose Rezensionen aufgrund eigener Definitionen.

  1. Man sucht nach Informationen zu kontrovers diskutierten Themen im Netz? Die KI filtert die Suchergebnisse und zeigt nur noch jene Quellen, die sie als „vertrauenswürdig“ – also systemkonform – erachtet. Schon jetzt gibt es Shadow Banning auf den sozialen Medien. Die Inhalte sind nicht gesperrt, aber sie werden nicht mehr in der Suche angezeigt und somit den Abonnenten nicht mehr zur Verfügung gestellt.

  1. Lesen und Schreiben ist nicht mehr nötig, denn die KI fasst anspruchsvolle Texte zusammen oder verfasst ganze Artikel und Reden. Der Publizist Tom-Oliver Regenauer schrieb dazu kürzlich in einem Positionspapier:

Wer das Lesen, Denken und Schreiben auslagert, verlernt es – und zwar sehr schnell. Das Gehirn ist vergleichbar mit einem Muskel. Wird es nicht trainiert, verkümmert es... Vergegenwärtigt man sich, welch fatale Folgen die Einführung des Smartphones seit 2007 gezeitigt hat, braucht es nicht viel Fantasie, um zu extrapolieren [extrapolieren = hochrechnen], welche Auswirkungen KI in ungleich kürzerer Zeit auf die kognitiven [kognitiv = gedanklich, geistig] Fähigkeiten unserer Spezies haben wird. KI ist – wie auch das Smartphone – zuvorderst Militärtechnologie und Degenerationsinstrument. Ein Werkzeug, mit dem die wenigsten verantwortungsvoll und produktiv umgehen können. Die orientierungs-, willen- und gedankenlosen „Smombies“, [Ein Smombie (Smartphone und Zombie) ist ein Mensch, der so sehr auf sein Handy schaut, dass er seine Umwelt nicht mehr richtig wahrnimmt] die schon jetzt das Stadtbild prägen, scheinen als abschreckendes Beispiel aber noch nicht auszureichen.“

  1. Die KI erkennt nach sehr kurzer Zeit die persönliche politische Einstellung, liest die privaten Nachrichten und kennt das Beziehungs- und Kontaktnetzwerk. Sie nutzt dieses Wissen nicht, um den Menschen in seiner Entwicklung zu fördern, sondern um ihn zu „optimieren“. Das bedeutet im Klartext: Anpassung an die geforderte Norm. Nudging, also subtile Meinungskontrolle, wurde bereits während der Corona-Jahre erfolgreich massengetestet.

Wie viel Macht also wollen wir, die Nutzer, ChatGPT und Co. geben?

Tom-Oliver Regenauer setzt dazu ein klares Statement:

„Ich weigere mich, ein System zu trainieren, das mich permanent ausspioniert und schon jetzt das Potenzial hat, mich umzubringen. Denn genau das tun Palantir, ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Grok von SpaceXAI bereits heute in Gaza, der Ukraine, dem Iran und anderen Kriegsgebieten, wo autonome Waffensysteme von genau diesen Systemen gesteuert werden – so wie jene Mini-Drohnen, die laut EUROPOL demnächst in unseren Städten patrouillieren. Wer KI-Systeme nutzt, trainiert „SkyNet“, eine zentrale Datenbank, die den echten „Terminator“ steuern wird. Und der steht dank Boston Dynamics, Unitree und Tesla recht bald vor unserer Tür.“

Autor: sl./ es.

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Quellen:

ChatGPT soll bald die Computer übernehmen
von Thomas Oysmüller, 18. August 2026
https://tkp.at/2026/08/18/chatgpt-soll-bald-die-computer-uebernehmen/

OpenAI CEO Sam Altman:
11.08.2026 @haider1

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19.11.2025
www.kla.tv/39321

regenauer.blog Positionspapier KI
16.08.2026
www.regenauer.press/positionspapier-ki

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22.07.2026
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