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Der letzte Verrat an der Menschheit – Interview mit Patrick Wood

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Im vergangenen Jahr gab es in den USA eine beispiellose Flut von Durchführungsverordnungen und Gesetzen zur Förderung von KI, digitaler Transformation und Datenkonsolidierung. Erz-Technokraten haben Washington erobert, und die Arbeitsweise der Regierung verändert sich rapide. All dies und vieles mehr behandeln Patrick Wood und Courtenay Turner in ihrem kürzlich erschienenen Buch „The Final Betrayal, How Technocracy Destroyed America” (Der letzte Verrat: Wie die Technokratie Amerika zerstörte). Patrick Wood ist bei uns zu Gast, um über den Inhalt seines Buches zu sprechen und aktuelle Entwicklungen mit den Ideologen und der Geschichte dahinter in Verbindung zu bringen. Was haben Gaza und die gewaltsamen Operationen der Einwanderungsbehörde in den USA gemeinsam? Was steckt hinter dem Ziel von Larry Fink, alle Vermögenswerte, die tokenisiert werden können, zu tokenisieren, und welchem Visionär folgen die Führungskräfte der großen Tech-Unternehmen? Finden Sie es in diesem informationsreichen Interview heraus. Bitte teilen Sie diese wichtigen Informationen.

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Mehr zu Patrick Wood:
www.technocracy.news/de

Sein Buch mit Courtenay Turner: „Der letzte Verrat, eine Warnschrift, Wie Technokratie Amerika zerstörte“ in Englisch:
www.technocracy.news/store/the-final-betrayal/

Übersicht über Gründungen von Freimaurern und deren
Verbindungen:
www.vetopedia.org/de/freimaurer

[Teaser:]Rockefeller war der Geldgeber, Brzezinski war der Akademiker. Das war die Ideologie, die insbesondere von David Rockefeller aufgegriffen wurde, um im Grunde die Ressourcen der Welt aus den Händen der Nationalstaaten und auch der Menschen zu nehmen. Die Trilaterale Kommission war zumindest in der Öffentlichkeit 45 Jahre lang eher inaktiv, aber jetzt melden sie sich wieder zu Wort, um sozusagen die Ernte einzubringen. Sie haben ein Währungssystem eingerichtet, sie haben ihre wissenschaftliche Diktatur mit KI und der gesamten modernen Überwachungsinfrastruktur, die weltweit installiert wurde, eingerichtet. Sie sind also zum Angriff bereit; vor allem mit all diesen Datenzentren, die überall in unserem Land errichtet werden. Es geht hier um die Kontrolle der ganzen Welt.

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[Kla.TV:] Heute habe ich den renommierten Autor zu Gast, der seit Jahrzehnten die Öffentlichkeit über die Trilateralen Kommission und die kommende Technokratie aufklärt.

Er war schon ein paar Mal zu Gast bei Kla.tv und ich freue mich sehr, dass Sie wieder bei uns sind, Patrick Wood.

[Patrick Wood:] Danke, dass ich wieder hier sein darf. Ich war lange nicht mehr bei euch.

[Kla.TV:] Das stimmt, und zwischenzeitlich ist eine Menge passiert, und eine Sache ist, dass Sie dieses Buch veröffentlicht haben, „Der letzte Verrat, eine Warnschrift, Wie Technokratie Amerika zerstörte“ Sie sind ein Co-Autor. Es sind zwei Autoren, richtig? Sie und Courtenay Turner. Und Sie haben es erst kürzlich veröffentlicht, ich glaube letzten Monat?

[Patrick Wood:] Es kam am 4. November heraus.Es ist also erst seit zwei oder drei Monaten auf dem Markt.

[Kla.TV:] Wunderbar. Ja, das ist eine wirklich gute Lektüre. Es ist schön, dass es so kurz und prägnant ist, und es fasst im Grunde zusammen, was in Trumps erstem Jahr passiert ist und ein bisschen von den historischen Ursprüngen und Ideologien hinter dem, was wir hier in den Vereinigten Staaten sehen.

Die erste Frage, die ich Ihnen stellen möchte, lautet also: In diesem Buch geht es auch um die Trilaterale Kommission und Zbigniew Brzezińskis Buch “Das technotronische Zeitalter” und ähnliche Dinge.

Wer hat denn die Trilaterale Kommission gegründet und was war oder ist ihr Hauptziel?

[Patrick Wood:] Das waren Zbigniew Brzeziński und David Rockefeller. Rockefeller war der Geldgeber. Brzezinski war der Akademiker.

Das ist sozusagen die Schöne und das Biest. Und Brzezinski schrieb dieses Buch, als er Professor für Politikwissenschaft an der Columbia University war.

Der Titel seines Buches lautete “Zwischen zwei Zeitaltern, Amerikas Rolle im technotronischen Zeitalter”. Er benutzte das Wort technotronisch im Grunde genommen anstelle von technokratisch.

An dieser Stelle würde ich also beide Begriffe als Synonyme betrachten. Aber das war die Ideologie, die insbesondere von David Rockefeller aufgegriffen wurde, um im Grunde die Ressourcen der Welt aus den Händen der Nationalstaaten und auch der Menschen zu nehmen.

Das war eine sehr lange Kampagne, offensichtlich 50 Jahre und mehr, aber wir sehen die Konsolidierung, die Massenkonsolidierung von Ressourcen auf der ganzen Welt in stärkere Hände, wenn man so will, nicht die Staaten, nicht die Nationalstaaten oder Individuen zu diesem Zeitpunkt.

[Kla.TV:] Hmm, das ist interessant. Und wenn wir über die Konsolidierung sprechen, ist diese ganze Sache, die wir gerade sehen, mit der US-Regierung, die hinter dem Öl in Venezuela her ist, den Drohungen, Grönland und Kanada zu übernehmen, geht das in diese Richtung, die von der Trilateralen Kommission festgelegt wurde? Oder wie würden Sie das einordnen?

[Patrick Wood:] Ja, eigentlich geht das Streben nach dem nordamerikanischen Technat auf das Jahr 1932 zurück, als die Columbia University die Technokratie-Bewegung beherbergte.

Sie wollten im Grunde ein neues Wirtschaftssystem schaffen, ein ressourcenbasiertes Wirtschaftssystem. Und sie legten damals fest, wie das nordamerikanische Technat aussehen sollte. Im Grunde hatten sie eine Karte und sagten nie, wie sie es machen würden. Aber dennoch hatten sie diese Karte die Grönland, Kanada, die Vereinigten Staaten, Mexiko, Mittelamerika

und auch Kolumbien und Venezuela an der Spitze von Südamerika umfasste. Das ist ein verrückter Plan, aber genau das haben sie gesagt. Nun, dies ist die natürliche geografische Zusammensetzung dieses Kontinents.

Sie hat zwar nicht ganz Südamerika einbezogen, aber trotzdem haben sie diese Karte veröffentlicht, und sie lag dort jahrelang, jahrzehntelang, bis vor kurzem, als Trump sich Grönland vorgenommen hat, und Panama war schon früh ein weiteres Ziel, und sie reden jetzt über Mexiko und Kanada. Dies scheint also die moderne Erfüllung dieses frühen Bildes zu sein.

[Kla.TV:] Ja, und es scheint, dass nicht nur Trump informiert ist, sondern auch Mark Carney, der Premierminister von Kanada. Ich meine, er sagt immer wieder, „wenn du nicht am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte“, und bezieht sich dabei auf Kanada und andere mittlere Nationen, wie er sie nennt, die, so scheint es, wenn du auf der Speisekarte stehst, wirst du bald verschlungen, vermute ich mal.

[Patrick Wood:] Oh, ja. Wissen Sie, es ist interessant. Die Trilaterale Kommission ist, zumindest in der Öffentlichkeit, seit 45 Jahren in einer Art Dornröschenschlaf.

Aber jetzt erheben sie sich, denke ich, um ihre Ernte einzufahren.

Zm ersten: Mark Carney ist ein Mitglied der Trilateralen Kommission.

[Kla.TV:] Sieh an.

[Patrick Wood:] Keir Starmer in Großbritannien ist auch ein Mitglied der Trilateralen Kommission. Und es gibt auch andere Mitglieder auf der ganzen Welt, die ihren Platz einnehmen, wenn Sie so wollen. Und dann haben Sie natürlich all diese Erztechnokraten in Washington, DC, die übrigens alle Milliardäre sind. Leute wie, Kratsios, Lutnik, der Handelsminister, David Sachs und so weiter, natürlich Elon Musk. Das sind die Erztechnokraten der Welt, und sie erheben sich im Einklang mit den Mitgliedern der Trilateralen Kommission auf der ganzen Welt.

Stellen Sie sich das vor. Dies scheint nun die Zielgerade zu sein auf dem Weg zu der technotronischen Ära, von der Brzezinski 1970 sprach.

[Kla.TV:] Das ist interessant. Und die gesamte politische Ordnung scheint sich zu verschieben, ich meine, die vergangene Ordnung scheint sich zu verschieben.

Würden Sie dem zustimmen: viele Leute sagen, dass Trump die Abrissbirne für das alte System ist, und nicht nur Trump, sondern die aktuell gewählten Politiker in der ganzen westlichen Welt.

Würden Sie sagen, dass man sich das so vorstellen kann?

[Patrick Wood:] Ich denke schon. Wissen Sie, ich muss sagen, dass es hier nicht um Politik geht, es ging nie um Politik. Es ging immer um die Wirtschaft, die für die meisten Menschen unter dem Radar liegt.

Wir Menschen sind sehr auf die Politik fokussiert. Wir wollen über Dinge diskutieren. Wir wollen analysieren, was in Washington oder anderswo vor sich geht. Und so hat sich das Wirtschaftssystem in den letzten 50 Jahren vor den Augen aller weiterentwickelt. Wir sehen verrückte Dinge, die aus dem politischen System kommen, aber sie basieren auch alle auf der Wirtschaft, zum Beispiel das Agenda 21 Programm, das 2030 Agenda Programm der Vereinten Nationen. Das sind alles Doktrinen die von der Trilateralen Kommission stammen. Aber sehen Sie, wir haben Verträge, Verträge zum Klimawandel, die sich in Politik verwandeln und die Leute kratzen sich am Kopf. Was denken die sich dabei?

Nun, das ist alles in erster Linie wirtschaftlich. Und so sehen wir, wie sich die Welt im Moment unglaublich schnell in dieses Wirtschaftssystem entwickelt, aber es hat lange gedauert, bis wir an diesen Punkt kamen.

Als die Trilaterale Kommission zum Beispiel 1976 die Carter-Regierung von Präsident Jimmy Carter übernahm, sagten sie ausdrücklich, dass sie nicht an Politik interessiert seien.

Wir dachten, sie wären verrückt und würden lügen, so etwas zu behaupten. Aber sie meinten es wirklich ernst, sie hatten es auf den Wirtschaftsmotor der Welt abgesehen, das waren die Vereinigten Staaten.

Um das also als Sprungbrett nutzen können, um ihr neues Wirtschaftssystem einzuführen: Das hat sehr gut funktioniert, als sie es an die Vereinten Nationen weitergaben, um es in der Welt zu verbreiten. Jetzt haben wir es mit einer globalen Technokratie zu tun, und zwar nicht nur in Amerika.

[Kla.TV:] Richtig. Wenn Sie also über dieses neue Wirtschaftssystem sprechen, wie würden Sie es beschreiben? Ich meine, was ist die Essenz davon, die Natur davon?

[Patrick Wood:] Wahrscheinlich wird es, was uns betrifft, im Grunde eine wissenschaftliche Diktatur für die Menschen auf der Welt sein. Das wird sozusagen das politische System ersetzen, das wir jetzt haben. Die Technokraten wollten schon 1932 alle Politiker auf der Welt loswerden. Und das ist verrückt. Aber sie sagten, na ja, wir haben die Wissenschaft, wir haben die technischen Fähigkeiten, wir haben das Zeug dazu, dass es funktioniert.

Da gibt es nichts zu diskutieren. Wir werden euch einfach sagen, was wir mit unseren Rechenschiebern oder was auch immer herausbekommen. Und ihr gehorcht einfach. Sie dachten also, dass die Menschen nicht über die Wissenschaft diskutieren müssen, weil die Wissenschaft klar und deutlich ist.

Es ist also keine Interpretation nötig. Und das ist verrückt. Die Menschen haben es damals abgelehnt, aber Sie können die gleiche Philosophie oder das gleiche Ergebnis, bei den Erztechnokraten in Washington DC sehen, die im Grunde unsere Regierung vor unseren Augen demontieren.

Und das bedeutet, dass die Politiker irgendwann raus fliegen werden. Sie werden im Moment auf ein Minimum reduziert. Die Macht, die sie vielleicht noch vor 10 Jahren hatten, ist ihnen entzogen worden.

Sie schreiben noch immer Gesetze. Sie streiten sich immer noch über Dinge. Aber sie sehen nicht, dass dieses andere Monster kommt, dieses Wirtschaftsmonster, das dann im Grunde die ganze Welt übernehmen wird.

[Kla.TV:] Genau. Ich habe gestern mit meinem Kollegen gesprochen, und es ging ein bisschen darum, dass Trump mit seinem verrückten Verhalten und seinem Herumtollen, das für viele Leute ziemlich provokant wirkt, so viel Aufmerksamkeit bekommt.

Und dass er deswegen an Unterstützung verliert. Und die Frage ist, viele Leute denken, dass er viele Fehler macht, wissen Sie, aber ist das überhaupt ein Fehler oder ist das eigentlich der Plan oder Teil des Plans, die Politik so lächerlich aussehen zu lassen und im Grunde den Weg für das System zu ebnen, das nach all dem kommt, nach der Politik im Grunde.

[Patrick Wood:] Das ist eine gute Beobachtung. Ich denke, das ist wahrscheinlich wahr. All die Kräfte, die die westliche Gesellschaft im Grunde zerfetzt haben, die Masseneinwanderung, der Multikulturalismus, das marxistische Element, die rot-grüne Achse [Zusammenschluss von Kommunismus und Islamischen Elementen] mit ihren islamischen Elementen ist ebenfalls mit von der Partie. All diese anderen Kräfte in der Welt neigen dazu, die Gesellschaft zu zerstückeln.

Und Trump ist natürlich kein Marxist, aber er hat sich der Abrisskolonne der alten Weltordnung angeschlossen.

Was wird danach kommen? Darauf müssen wir uns im Moment konzentrieren. Es geht nicht um das, was vorher war, sondern um das, was danach kommen wird. Und Sie sehen diese Erztechnokraten in Washington, D.C.

Sie haben anscheinend für alles einen Plan. Sie haben ein Geldsystem bereit. Sie haben ihre wissenschaftliche Diktatur mit KI und all der modernen Überwachungsinfrastruktur, die überall auf der Welt installiert wurde.

Sie sind also zum Angriff bereit, vor allem mit all diesen Datenzentren, die in unserem Land errichtet werden.

Unglaublich, nicht nur in unserem Land, sondern auch im Nahen Osten, in Europa und in China - alle sind gerade dabei, Datenzentren zu bauen. Wozu brauchen wir all diese Rechenleistung für die KI-Verarbeitung?

Es geht nicht nur darum, dass man einen Chatbot als Freund hat. Dafür ist es nicht gedacht. Es geht um die Kontrolle der ganzen Welt; alle Finanztransaktionen. Stellen Sie sich vor, dass der Aktienmarkt in dieses Biest-System eingespiesen wird, das Internet der Dinge, alle Sensoren in allen Städten der Welt.

Und jetzt haben wir sogar die Nachverfolgung und Überwachung aller Menschen in der Welt, besonders in unseren Ländern, wir sind auch nicht immun dagegen.

Sie sehen also, der Überbau wurde bereits geschaffen, um dem, was aus dem Chaos entstehen wird zu lenken.

[Kla.TV:] Ja, das ist wahr. Und Sie haben in diesem Buch all die KI-Entwicklungspläne und Gesetze erwähnt, die gerade im letzten Jahr, im ersten Jahr von Trump, herausgebracht wurden.

Was beunruhigt Sie am meisten oder was würden Sie sagen, ist etwas, worauf wir wirklich achten sollten?

[Patrick Wood:] Nun, die Ideologie hinter vielen dieser Tech-Bros, wie man sie in Washington, D.C. nennt, Leute wie die David Sachs der Welt und die Peter Thiels der Welt, sie marschieren zu diesem Zeitpunkt zu einem Philosophen namens Curtis Yarvin.

Er ist kein Philosoph, muss ich sagen, aber er gibt sich als einer aus. Und er hat eine moderne Philosophie oder Ideologie geschaffen, die in erster Linie auf der Technokratie basiert. Man kann viele Ähnlichkeiten erkennen.

Er hat diese Philosophie geschaffen, der jetzt alle Tech-Bros folgen. Zum einen will er eine Monarchie schaffen, den Präsidenten abschaffen und eine Monarchie schaffen.

Alle Staatsgewalt soll einer Person übertragen werden, die im Grunde ein Diktator ist. Das würde bedeuten, dass es kein politisches System mehr geben müsste. Der Kongress würde in einem solchen System kastriert werden.

Man hätte vielleicht ein Parlament, so wie es im Vereinigten Königreich ein Parlament gibt, aber das ist nicht sehr effektiv, um etwas zu tun. Und er will das gesamte Privateigentum in den Vereinigten Staaten in ein souveränes Unternehmen umwandeln, er nennt es die SovCorp [Wohl abgeleitet von Sovereign Corporation = Souveräner Konzern]. Und die SovCorp wird das gesamte Eigentum besitzen, und Sie werden nichts besitzen. Dies entspricht in etwa dem, was das Weltwirtschaftsforum vor ein paar Jahren gesagt hat.

Im Jahr 2030 werden Sie nichts mehr besitzen. Das war übrigens nicht nur eine leere Spekulation, die auf dem WEF von irgendjemandem geäußert wurde.

Aber das war die ganze Zeit der Plan, das gesamte Privatvermögen aus den Händen der Menschen in ihre Hände zu überführen. Das ist wirklich, das ist verrückt. Was nach Trumps Amtsantritt passierte, das waren nicht nur gebrochene Versprechen.

Wir haben in der Vergangenheit immer wieder erlebt wie Versprechen gebrochen wurden.

Jeder Politiker macht das, oder? Jedem ist klar, dass es immer wieder gebrochene Versprechen geben wird.

Hier reden wir aber von etwas anderem. Was nach der Amtseinführung geschah, war, dass die Menschen, vor allem die populistische Bewegung, von diesem Unsinn überrannt wurden, von der dunklen Aufklärung, von Peter Thiel, Curtis Yarvin, Elon Musk, all diesen Leuten, die Washington D.C. übernommen haben, um dieses komplett fremdartige System einzuführen, das nichts mit “Make America Great Again” zu tun hatte.

Das war ein totaler Verrat an der populistischen Bewegung. Und darüber hinaus wurden alle anderen Amerikaner, die an anderes glaubten, vielleicht sogar an Sozialismus oder Kommunismus, auch sie wurden verraten, weil sie das auch nicht kommen sahen.

Und niemand hat sie gefragt, niemand hat den Versuch unternommen, das amerikanische Volk zu konsultieren oder seine Zustimmung zu erhalten, ob dies eine gute Sache wäre.

[Kla.TV:] Richtig, ich habe eine Menge Folgefragen, aber nur um an das anzuknüpfen, was Sie über die Vermögenswerte sagten, dass sie alles nehmen wollen, dass wir nichts besitzen und, wie das Weltwirtschaftsforum sagte, glücklich sein sollen.

Welche Rolle spielt dabei die Tokenisierung der Vermögenswerte? Ich meine, was bedeutet ein tokenisiertes Vermögen, wenn man es mit normalem Eigentum vergleicht?

[Patrick Wood:] Nun, es handelt sich hierbei um einen Mechanismus, mit dem der Wert von Vermögenswerten aus aller Welt gehoben werden kann. Zum Beispiel Ihr Haus, die Immobilie, das Holz, die Mineralienrechte, diese Art von Dingen.

Lassen Sie mich kurz einen Schritt zurückgehen. Wir wissen, dass die Zentralbanken der Welt digitale Zentralbankwährungen geschaffen haben.

Sie waren alle daran beteiligt, und es wurde von der BIZ aus vorangetrieben.

Nun, Trump hat direkt nach seinem Amtsantritt eine Durchführungsverordnung erlassen, um die Fed von jeglicher Forschung zu digitalen Währungen abzuhalten.

Nun, das hat die Bühne für die Privatisierung eines Geldsystems bereitet, das von Leuten wie Michael Kratsios, insbesondere David Sachs, dem KI- und Krypto-Zar, und anderen Leuten in Washington geschaffen wurde. Sie haben ein Finanzsystem geschaffen, das die Zahlungsseite umfasst. Das war früher die Aufgabe der Zentralbank. Aber jetzt haben sie eine parallele Schiene geschaffen, um Vermögenswerte zu digitalisieren, keine Schulden, sondern Vermögenswerte. Um nun ein Beispiel für diese sogenannte Tokenisierung aufzuzeigen: den US-Handelsminister Howard Lutnick gelüstet nach den 680 Millionen Hektar Land, die die Vereinigten Staaten, die Bundesregierung in Amerika besitzt.

Das ist übrigens über 30 % unseres Landes. Sie sollten es nicht haben, aber sie haben es. Er giert nach all dem Land, das, tokenisiert werden kann, heißt: in einen handelbaren Vermögenswert umgewandelt werden kann, der auf der ganzen Welt an jeden verkauft werden kann, der ihn kaufen will.

Und der Titel wird in tausend Stücke zerbrochen. Irgendjemand wird dieses Eigentum kontrollieren müssen, aber das werden nicht Sie und ich sein.

Als Larry Fink, der Chef von BlackRock, kürzlich auf dem WEF-Treffen sagte:

“Alles, was tokenisiert werden kann, wird tokenisiert werden”.

Alle Vermögenswerte der Welt, der Regenwald, das Land in den Vereinigten Staaten, Ihr Eigentum, die Häuser und andere Vermögenswerte, die von den BlackRock‘s dieser Welt gesammelt wurden.

Dies gibt ihnen die Möglichkeit, einen handelbaren Vermögenswert zu schaffen, indem man ihn in tausende Stücke zersplittert, im Grunde wie Anteile an einer Aktie.

Und wo werden diese Anteile verbleiben? Nun, sie könnten in den Händen eines Scheichs in Saudi-Arabien oder eines Diktators in Russland oder eines anderen Staatsfonds auf der ganzen Welt liegen. Wer weiß, wo sie gehandelt werden?

Vielleicht wird BlackRock all diese Tokens selbst bekommen. Ich weiß es nicht. Aber der Punkt ist, dass Sie und ich keinen Zugang dazu haben werden, noch werden wir die Fähigkeit haben, das Eigentum überhaupt zu kontrollieren.

Wer auch immer also das Eigentum kontrollieren wird - das Eigentum bewegt sich nicht, richtig? Es ist einfach da. Ein Wald. Er ist einfach da in Raum und Zeit.

Wenn also jemand den ganzen Wert weggehandelt hat und über die ganze Welt verstreut ist, dann muss jemand kommen und sagen: “Nun, wir werden das Holz jetzt ernten.” Sie werden die Bäume bekommen - [sie werden] gefällt und zu Bauholz oder was auch immer verarbeitet. Oder die Mine wird zu einer Mine, aus der wir Silber gewinnen werden. Wer wird das zu diesem Zeitpunkt sein? Nun, auf lokaler Ebene gibt es offensichtlich keinen Vertreter, der das tun kann. Es müssen die Leute an der Spitze sein, die all diese Anteile überhaupt erst einmal kontrollieren.

[Kla.TV:] Richtig. Und sagen wir, ich besitze ein Haus, ich besitze ein Auto. Ich habe es mit meinem Geld gekauft. Kann das als auch tokenisiert werden, weil wir eine Staatsschuld haben und ich ein Bürger bin und dafür aufkommen muss?

Oder sind wir noch nicht so weit? Was denken Sie darüber?

[Patrick Wood:] Wir sind noch nicht so weit, aber ich denke, wir werden sehen, denn wahrscheinlich werden die Vereinigten Staaten irgendwann den Bankrott erklären. Ich weiß nicht, wie das aussehen wird, aber das ist absehbar. Nationen können Konkurs anmelden. Sie haben es in der Vergangenheit getan, und so wäre es für uns keine große Sache, das zu tun. Aber die Idee wird sein, die Schulden aus der Bilanz zu streichen. Für das Land, für die Vereinigten Staaten und für all die Menschen in unserem Land, die verschuldet sind, müssen diese Schulden ebenfalls gestrichen werden.

Mit anderen Worten: Alle Schulden werden irgendwann gelöscht. Was bleibt sind dann nur noch die Vermögenswerte.

Sie können sich also vorstellen, wenn zum Beispiel die 680 Millionen Hektar in unserem Land tokenisiert werden und diese beispielsweise in den Händen von BlackRock sind, um dann diese Wert-Tokens an die Öffentlichkeit zu verteilen.

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Haus im Wert von 500.000 Dollar, Sie schulden 250.000 Dollar darauf und haben 250.000 Dollar an Eigenkapital.

Ich schlage Ihnen ein Geschäft vor: Ich kaufe Ihr Eigenkapital für den doppelten Wert an Tokens, die ich aus dem Grund verwalte und besitze weil diese anderen Vermögenswerte tokenisiert worden sind.

Sie bekommen diese Tokens und wir tilgen Ihre Schulden. Wir nehmen Ihre Schulden komplett weg. Und dann können Sie das Haus von uns zurückmieten. Und Sie können dort bleiben und Ihre Renovierungen vornehmen, wenn Sie wollen, ein langfristiger Mietvertrag, wenn Sie wollen.

Wir sind dann Eigentümer der Immobilie, Sie wohnen darin, zahlen uns Miete und haben zum Beispiel 500.000 Dollar in Form von Tokens in der Tasche.

Und Sie denken vielleicht, dass das ein gutes Geschäft ist. Für viele Leute wird das ein gutes Geschäft sein. In der Tat gibt es viele Menschen, die derzeit nicht aus ihrem Haus herauskommen können. Denn selbst wenn sie Eigenkapital haben, können sie nicht umziehen, denn wenn sie umziehen und eine weitere Haus- oder Mietzahlung leisten müssten, wäre das viel, viel teurer als das, was sie jetzt zahlen.

Sie sehen, für viele wäre das ein einfacher Tausch, eine einfach zu treffende Entscheidung: “Oh, ich werde diese Tokens [= digitale Wertmarken] bekommen und dann werde ich mieten und das Leben wird gut sein.” An diesem Punkt werden Sie glücklich sein.

[Kla.TV:] Aber da haben Sie Ihre digitale Währung und Sie sind kontrollierbar.

[Patrick Wood:] Das Problem ist, dass man damit die Möglichkeit verwirkt, jemals wieder Eigentum zu besitzen. Irgendwann werden Ihnen die Tokens ausgehen. So ist das Leben nun einmal. Sie werden sie aufbrauchen. Irgendwann gehen sie dir aus. Du wirst natürlich einen Job haben, hoffentlich.

Und werden Sie dann in der Lage sein, das Kapital durch Ihren Job zu ersetzen? Nein, das werden Sie nicht, denn Sie werden nicht genug Einkommen haben, um eine solche Summe anzusparen, um vielleicht ein Unternehmen zu gründen oder ein anderes Projekt zu verwirklichen, ein weiteres Haus zu bauen oder was auch immer. Im Grunde genommen mag der Schuldenerlass also für einige Leute gut aussehen. Aber die Gegenleistung ist die Auslöschung von Privateigentum.

[Kla.TV:] Das war eine sehr, sehr gute Veranschaulichung. Vielen Dank dafür. Und da wir gerade davon sprechen, keinen Job mehr zu haben: Das ist die Realität für Hunderttausende von Menschen, die in den letzten Jahren entlassen wurden.

Allein in diesem Jahr wurden Zehntausende von Menschen aus der Big-Tech-Branche und aus allen möglichen anderen Bereichen des Arbeitsmarktes entlassen.

Und in Ihrem Buch zitieren Sie Curtis Yarvin, diesen Vordenker, diesen politischen Theoretiker. Und er schreibt: “Unser Ziel ist, kurz gesagt, eine humane Alternative zum Völkermord. Das ist die ideale Lösung, die das gleiche Ergebnis wie Massenmord erzielt. Das bedeutet also die Entfernung unerwünschter Elemente aus der Gesellschaft, aber ohne das moralische Stigma. Und die beste Alternative, die mir einfällt, ist die Virtualisierung der Schutzbefohlenen, d. h. ein virtualisierter Mensch befindet sich in ständiger Einzelhaft in einer Zelle, die eine immersive Virtual-Reality-Schnittstelle enthält, die ihm ein reiches, erfülltes Leben ermöglicht.” Ist das nicht verrückt? Wer würde diesem Kerl überhaupt zuhören?

Und wer ihm zuhört, das ist es, was mich interessiert. Und wo wir gerade bei dieser Theorie sind. Was ist der Plan für die steigende Zahl arbeitsloser Menschen.

[Patrick Wood:] Nun, wissen Sie, der alte Curtis ist an dem Film Matrix hängengeblieben. Im Grunde ging es in dem Film Matrix genau darum. Menschen, die in einer Zelle eingeschweißt sind ohne zu wissen, dass sie in einer Zelle waren.

Und man gaukelte ihnen eine imaginäre Welt vor. Und es war sicher ein verrücktes Thema - die Handlung. Sie hatte viele Ungereimtheiten. Es konnte nicht möglich sein, aber trotzdem kann man sehen, dass Curtis Yarvins Denken von einem Film wie „Die Matrix“ beeinflusst wurde.

Ich glaube, die Matrix Serie hatte letztendlich drei Filme, aber der erste hat wahrscheinlich das gezeigt, worüber er sprach.

Sie haben Recht. Wer will schon einem solchen Spinner zuhören? Abgesehen von dem Konzept der Virtualisierung, wenn er über die humane Alternative zum Völkermord spricht - ...

Er sagt, das sei die ideale Lösung, die das gleiche Ergebnis wie ein Massenmord bringt. Er setzt dies also mit Massenmord gleich.

Und in Klammern, „die Entfernung unerwünschter Elemente aus der Gesellschaft.“ Wer sind seiner Meinung nach die unerwünschten Elemente der Gesellschaft?

All die Menschen, die arbeitslos sind, vielleicht? Er sagt es nicht.

[Kla.TV:] Die nutzlose Klasse, wie Herr Harari sagen würde.

[Patrick Wood:] Ich weiß. Und dann fährt er fort zu sagen: “aber ohne das moralische Stigma”. Es gibt also einen moralischen Konflikt, den er einfach beiseite schiebt: “Nun, es ist wie Mord, aber wir müssen uns keine Sorgen um das moralische Stigma machen.”

“Weil wir sie nicht wirklich umbringen werden. Wir werden sie nur in den Wahnsinn treiben, sie in eine Zelle stecken und ihnen ein schönes Leben ermöglichen.”

Das ist für mich so offensichtlich verrückt, dass Leute überhaupt meinen dieser Typ sollte für den gesamten Tech-Sektor - sprechen.

Und ich muss sagen, dass die meisten dieser “Tech-Bros” in Washington, D.C., gerade alle nach seiner Philosophie marschieren. Es gibt jedoch eine Menge Leute im Silicon Valley, die nicht mit Curtis Yarvin übereinstimmen, aber sie sind nicht an der Macht. Das ist das Problem.

Wir können also nicht sagen, dass alle Tech-Bros in Washington oder im Silicon Valley an Curtis Yarvin glauben. Denn das tun sie nicht.

Aber die Leute, die an die Spitze aufgestiegen sind - übrigens alles Milliardäre - ich kenne keinen von ihnen, der nicht Milliardär ist, wie Elon Musk, Peter Thiel, Michael Kratsios, all diese Leute - sind Milliardäre. Sie sind die Crème de la Crème, und das ist ihre Philosophie.

[Kla.TV:] Das ist verrückt. Und da wir gerade von der Philosophie der Milliardäre sprechen: Sie haben in Ihrem Buch ein Kapitel über Peter Thiel, und Sie zeigen diese 10 Punkte seiner Philosophie auf, und einer davon lautet: “Alles Monopolisieren”. Das ist sein Leitmotiv!

Meine Frage an Sie lautet also: Wie monopolisiert ist Big-Tech im Moment? Wie groß ist das Monopol Ihrer Meinung nach? Haben Sie irgendwelche praktischen Beispiele dafür?

[Patrick Wood:] Oh, absolut. Schauen Sie sich zum Beispiel Palantir an. Das ist das Unternehmen, das er zusammen mit Alex Karp gegründet hat.

Beide sind übrigens Mitglieder des Lenkungsausschusses der Bilderberg Gruppe.

Das ist sicherlich eine große Sache. Aber im Grunde bedeutet das, dass sie auch Meisterglobalisten sind. Aber wenn Sie über Palantir sprechen - Palantir frisst gerade die Welt auf.

Es gibt niemanden, der ihnen auch nur annähernd das Wasser reichen kann, was sie mit ihrer Überwachungssoftware auf der ganzen Welt anstellen. Sie haben das Vereinigte Königreich erobert, und das Vereinigte Königreich ist gerade am Taumeln, weil Palantir ihre gesamte Geheimdienstarbeit übernommen hat. Und sie tun dasselbe in den Vereinigten Staaten, indem sie nicht nur die Daten in Washington, D.C., die durch die “DOGE”-Operation hervorgebracht wurden, verarbeiten.

Nun, alle Daten wurden in die Cloud gestellt, all diese verschiedenen Datensilos wurden in die Cloud gestellt. Dann beauftragte Trump das Unternehmen Palantir damit, all diese Daten in verwertbare Informationen umzuwandeln.

Dann sind sie auch beim Militär. Sie sind im Moment der wichtigste Treiber für KI im Militär.

Betrachten wir sie also: Sie haben die zivile Seite, sie haben die militärische Seite, was bleibt übrig? Nun, sie haben auch noch die geheimdienstliche Seite. Und man darf nicht vergessen, dass Palantir ursprünglich als CIA-Unternehmen gegründet wurde.

Als Palantir ursprünglich gegründet wurde, war es im Grunde die Auslagerung des Bestrebens des Geheimdienstes, ein umfassendes Informationssystem über alles und alle Bürger des Landes zu schaffen.

Das war TIA, Total Information Awareness Program [TIA = zu Deutsch: Allumfassendes Informations Bewusstseins Programm]. Es wurde vom Kongress gestoppt. Die CIA wollte es machen. Der Kongress sagte, nein, das werden Sie nicht tun. Also haben sie es gestoppt.

Und dann kam Peter Thiel, der Palantir gründete, um den Mantel oder die Fackel von der Regierung abzunehmen und alles zu privatisieren.

Ihr erster Kunde war mehrere Jahre lang die CIA, da sie ihre Software nach den Spezifikationen, die die CIA in die Software einbauen wollte, perfektionierten.

An diesem Punkt hat er also ein Monopol. Es gibt niemanden, der ihm nahe steht. Es gibt niemanden, der ihn verdrängen könnte. Und das ist das Wesen eines Monopols.

[Kla.TV:] Ja, und der kritische Punkt ist für mich, wenn all diese Daten, die von all den Menschen gesammelt wurden, mit deiner Identität verknüpft werden, so dass sie wirklich alles über dich wissen. Sie wissen, wo du bist, und zwar in Echtzeit.

Und meine Frage an Sie: Wie weit sind wir schon? Sind wir schon so weit oder wie ist der Status?

[Patrick Wood:] Ich sehe, dass wir in Bezug auf die Infrastruktur schon so weit sind.

Es ist noch nicht alles aktiviert worden, aber die Infrastruktur ist aufgebaut worden,

denke ich.

Nun könnte jemand argumentieren: “Nun, vielleicht gibt es eine Grenze für diese massiven KI-Rechenzentren.“ Vielleicht haben sie jetzt 2.000 und sagen, nun, wir müssen 3.000 haben, bevor wir diesen Plan umsetzen können.

Ich weiß nicht, wo dieser Schwellenwert liegen würde - aber im Moment bauen sie diese Dinger wie verrückt.

Sie stecken Geld hinein, das sie nicht haben. Ihr Geld fließt auch aus dem Nahen Osten, aus islamischen Quellen, um unsere Datenzentren zu bauen, und anderes Risikokapital, das von all diesen anderen Milliardären stammt, um diese Infrastruktur zu bauen.

Es handelt sich dabei zweifellos um ein Kontrollsystem, das alle Informationen in der Gesellschaft verwalten kann. Und der Zweck des Sammelns all dieser Daten und ihrer Einspeisung in eine KI-Software besteht darin, dass man das Objekt, von dem die Daten gesammelt wurden, manipulieren kann.

Das ist das Wesen von Daten, richtig? Man sammelt keine Daten, um sie einfach in einem Schuhkarton aufzubewahren.

[Kla.TV:] Man will die Person beeinflussen. Man will die Person besser kennen als sie selbst, ein Persönlichkeitsprofil haben und in der Lage sein, mit der Bevölkerung zu spielen, nicht wahr?

[Patrick Wood:] Exakt.

[Kla.TV:] Das ist interessant. Und jetzt sehen wir, wie sich die ganze Situation in Gaza entwickelt, und interessanterweise spricht man offen darüber, dort eine Technokratie zu installieren, und viele Leute sehen das ein bisschen als - nun, die ganze Situation in Gaza von Anfang an mit dem Krieg, seit dem 7. Oktober und auch davor war es lange Zeit ein Freiluftgefängnis mit massiver Überwachung - und sie sehen es ein bisschen als einen Testballon für den Rest der Welt. Wie sehen Sie das? Ist diese ganze Gaza-Situation so etwas wie ein lokales Testgelände?

[Patrick Wood:] Jeder Ort, an dem es einen Konflikt gab, und das war nicht nur in Gaza, auch die Ukraine ist ein riesiges Testgebiet.

[Kla.TV:] Richtig.

[Patrick Wood:] Aber überall dort, wo es einen Konflikt gibt, einen größeren militärischen Konflikt, insbesondere einen, der sich immer weiter hinzieht, gibt es bestimmte Brennpunkte in der Welt, wie wahrscheinlich auch Nigeria.

Dort ist zu beobachten, dass Palantir zum Beispiel seine Software testet oder implementiert, weil die Software nur unter Kampfbedingungen getestet werden kann.

[Kla.TV:] Und jetzt testen sie es mit der US-Einwanderungsbehörde ICE, nicht wahr? Ich habe gehört, dass ICE die Software von Palantir und die Gesichtserkennung nutzt.

[Patrick Wood:] Absolut. Auf jeden Fall.

[Kla.TV:] Das ist auch ein Testballon, oder?

[Patrick Wood:] Ja, ja. Ich weiß, dass sie es für die Identifizierung, für das Targeting, für den Backend-Zugang zu anderen Systemen verwenden.

Ich habe erst kürzlich eine Geschichte gesehen, in der eine Frau, die gegen die Einwanderungsbehörde protestierte, mit einem Smartphone fotografiert wurde, das eine spezielle Software hatte.

Der ICE-Agent machte - mit anderen Worten - ein Foto von ihr, ein Gesichtsfoto, und sie dachte, damit wäre die Sache erledigt. Einen Monat später erfuhr sie, dass sie aus dem “Clear”-Programm gestrichen worden war, also aus dem Programm, mit dem sie ein Flugzeug besteigen konnte, ohne durch die allgemeine Sicherheitskontrolle gehen zu müssen.

Es heißt “Clear”, glaube ich. Und dafür muss man sich bewerben. Man gibt also alle Informationen ab und die biometrischen Daten und so weiter. Und dann kann man das Flugzeug betreten, indem man einfach sein Gesicht schnell zeigt.

Nun, sie wurde aus diesem Programm rausgeschmissen. Also, okay, wie ist das passiert? Nun, es gab wohl eine Verbindung zwischen dem Zeitpunkt, an dem der ICE-Agent ihr Foto gemacht hat, und dem Zeitpunkt, an dem sie aus dem Programm rausgeschmissen wurde.

Sehen Sie, das ist eine ganz schöne Reichweite, oder?

[Kla.TV:] Wow.

[Patrick Wood:] Die TSA ist etwas ganz anderes als ICE, aber trotzdem,

[Kla.TV:] Sie sind miteinander verbunden, oder?

[Patrick Wood:] Ja, genau.

[Kla.TV:] Meine Güte. Das ist eine verrückte Geschichte. Und ich frage mich, wie viel mehr davon noch vor sich geht. Gibt es diese Gesichtserkennungskameras jetzt auch in Arizona?

[Patrick Wood:] Oh, ja. Es gibt eine Menge Kameras. Nicht alle von ihnen sind für die Gesichtserkennung.

[Kla.TV:] Richtig.

[Patrick Wood:] Zum Beispiel die Nummernschildleser in Arizona, da gibt es eine Menge davon.

[Kla.TV:] Oh, ja.

[Patrick Wood:] Sie identifizieren dein Auto; sie machen einen Fingerabdruck von deinem Auto, nicht nur vom Nummernschild, sondern auch von den Beulen und den Aufklebern an der Stoßstange; was auch immer du an deinem Auto hast. Sie können das alles zusammenfügen.

[Kla.TV:] Oh, interessant. Okay.

[Patrick Wood:] Und angenommen du fährst einen 2012 Hyundai Sportwagen, mit, sagen wir mal, Pro-Life-Aufklebern hinten drauf oder so was in der Art. Und sie können deinem Fahrzeug einen Abdruck, einen Fingerabdruck sozusagen, geben, der anderswo wiedererkannt werden kann.

[Kla.TV:] Ja.

[Patrick Wood:] Das ist die Art von Überwachungssystem, die deinen Aufenthaltsort verfolgen kann, egal wo du hingehst. Es spielt keine Rolle, wohin du gehst, sogar über Staatsgrenzen hinweg. Also... Diese Systeme werden im Moment überall eingesetzt.

[Kla.TV:] Wow. Nun, Patrick, wir müssen bald zum Ende kommen, aber ich habe noch zwei Fragen, vielleicht die vorletzte. Am Ende Ihres Buches haben Sie diese Liste von Technokraten. Es ist nur ein kurzes Kapitel mit Namen.

Und was mir auffiel, war, dass vier dieser Leute tatsächlich Führungskräfte von Anduril sind und jetzt in der Regierung oder sehr nahe an der Regierung sind.

Was sehen Sie da kommen? Und was bedeutet das für die Zukunft der Kriegsführung und für die Zukunft der Exekutivgewalt eines Staates?

Ich meine Anduril ist dieser Hersteller autonomer Tötungsmaschinen.

[Patrick Wood:] Ich weiß, ist es nicht seltsam, dass sie an der Spitze der Gruppe stehen. Wissen Sie, ja, Anduril und Palantir bilden eine Symbiose. Und was soll ich sagen - im Grunde ist das ein Monopol.

Und sie marschieren im Gleichschritt. Es gibt eine enge Beziehung zwischen den beiden Unternehmen, nicht nur in Bezug auf das Management, sondern auch in Bezug auf die Interoperabilität ihrer Software. Also, ja, das ist wirklich sehr, sehr beunruhigend. Ja.

[Kla.TV:] Wow. Sie sprechen oft über den Begriff “Omni-War”, also Allfrontenkrieg. Und wenn ich mir die täglichen Nachrichten ansehe, kommt mir dieser Begriff immer in den Sinn, weil ich denke, dass es genau das ist, was uns präsentiert wird, oder? Angriffe und verrückte Entwicklungen von allen Seiten.

Wenn Sie nun unserem Publikum oder der Bevölkerung sagen müssten, worauf wir uns in diesen Tagen konzentrieren sollten, was sollte Ihrer Meinung nach mit hoher Priorität angegangen oder betrachtet werden?

[Patrick Wood:] Nun, wir werden das auf nationaler Ebene sicher nicht aufhalten können, aber es ist auf die lokale Ebene durchgesickert.

[Kla.TV:] Ja.

[Patrick Wood:] Und Sie haben Ihre Einflussmöglichkeiten auf lokaler Ebene. Das sollten Sie auf jeden Fall. Sie haben einen Stadtrat, diese Leute leben in Ihrer Nachbarschaft und sie sind zugänglich. Sie können an sie herankommen. Sie können mit ihnen reden und sie davon überzeugen, dass sie diesen Müll nicht in unsere Stadt lassen sollen. Sie können zum Beispiel die Software zur Verbrechensvorbeugung, die Kameras zur Gesichtserkennung und die Datenzentren blockieren.

[Kla.TV:] Oh ja. Jepp.

[Patrick Wood:] All diese Dinge können von Ihrem Stadtrat abgelehnt werden - oder Ihrer Bezirksaufsichtsbehörde, wenn Sie nicht in einer Stadt leben. Und genau darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren: eine Brandmauer um Ihre Gemeinde zu errichten. Lassen Sie sich nicht von diesem KI-Kram vereinnahmen. Unternehmen wie Open-AI und Grok haben alle spezielle Versionen ihrer KI-Programme für Behörden entwickelt.

[Kla.TV:] Richtig.

[Patrick Wood:] Ich überlege, wie es heißt. Ich glaube es heißt von Open AI einfach OpenAI GOV, glaube ich.

[Kla.TV:] Ja und “Grok for Government”, glaube ich.

[Patrick Wood:] Nun, sie verkaufen das an die Bundesregierung.

[Kla.TV:] Ja.

[Patrick Wood:] Sie decken gerade die gesamte Bundesregierung damit ein.

Aber sie sagten in ihrer ersten Pressemitteilung, dass sie es auch an die Staaten vermarkten werden.

[Kla.TV:] Oh, okay.

[Patrick Wood:] Das bedeutet, dass sie es irgendwann auf die Stadtebene bringen werden. Du willst aber nicht, dass deine Stadt irgendetwas mit z.B. Open-AI Gov oder Grok Gov zu tun hat.

Das kann auf lokaler Ebene blockiert werden.

Werden die Regierung es tun? Die meisten werden es wahrscheinlich nicht blockieren. Sie wissen, dass sie sagen werden: Oh, das ist eine wunderbare Sache. Wir können effizienter sein, blah, blah, blah.

[Kla.TV:] Klar.

[Patrick Wood:] Aber Sie können jetzt Stellung beziehen und es abwehren. Wie man in den alten Westernfilmen sagt, wissen Sie: “Komm ihnen am Pass zuvor”. Darauf sollten wir also unsere Aufmerksamkeit richten.

[Kla.TV:] Ja, das ist eine gute Antwort. Und ich meine, das größte Argument, und das sehe ich auch in der Firma, für die ich arbeite, dass die Leute KI zulassen, weil es ihnen hilft, es spart ihnen Zeit, um Aufgaben und so weiter zu erledigen. Was sind denn die Argumente gegen all das? Es gibt so viele Vorteile, auf die die Leute schauen, wenn sie sagen: Hey, wir brauchen diese KI für unser Rathaus. Haben Sie irgendwelche Argumente, die wir den Leuten an die Hand geben können, um damit zu arbeiten?

[Patrick Wood:] Nun, abgesehen von dem, was wir hier gerade besprechen, gibt es so viele Informationen. Ich meine, selbst wenn man nur diese Informationen hier hat, hat man etwas, worüber man reden kann. Aber es gibt so viele Aspekte - KI durchdringt im Moment alle Aspekte der Gesellschaft und wird auch in der Wirtschaft eingesetzt. Die Leute haben keine Ahnung, was da los ist. Wenn z. B. die Versicherung für Ihr Auto oder Ihr Haus gekündigt wird, hat das wahrscheinlich die KI gemacht.

Und Sie werden nie eine Erklärung dafür bekommen, warum Ihnen gekündigt wurde. Aber sie sind zu dem Schluss gekommen, dass du ein Risiko bist, das sie nicht mehr haben wollen. Und wenn du rausfliegst, zahlst du woanders mehr. Im Krankenhaus wird Ihre Operation wahrscheinlich von einer KI genehmigt, nicht von einem Menschen, sondern von einem KI-Programm.

Und wenn es sagt, dass Sie diese Operation oder diesen Test nicht brauchen, werden Sie sie nicht bekommen. Aber man wird Ihnen niemals sagen: “Nun, die KI hat diese Entscheidung für Sie getroffen”.

[Kla.TV:] Also ist es im Grunde an der Zeit, sich zu wehren. Nicht mit uns.

[Patrick Wood:] Zeit zum Widerstand. Ganz genau.

[Kla.TV:] Okay. Ja, ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Ich meine, es ist erschreckend, und es ist die Realität, mit der wir konfrontiert sind. Und Ihre Botschaft, unsere lokale Regierung mit der Realität zu konfrontieren, mit den Menschen, die dahinter stehen, hat mir sehr gut gefallen. Und das ist vielleicht die stärkste Waffe, die wir im Moment haben. Und wir müssen einfach unser Gesicht zeigen und da rausgehen, oder?

[Patrick Wood:] Ja. Genau so. Ja, haben Sie keine Angst davor, sich fotografieren zu lassen, wenn Sie Ihr Gesicht zeigen.

[Kla.TV:] Richtig.

[Patrick Wood:] Sie wissen bereits, wer du bist. Mach dir keine Gedanken darüber. Wenn du protestieren willst, dann geh raus und tu es, denn sie werden dich so oder so holen kommen. Sie wissen, wer du bist. Sie wissen, dass sie überall ein Profil von dir haben. Denke also nicht, dass du dich verstecken kannst, indem du dein Gesicht nicht zeigst.

[Kla.TV:] Genau. Wunderbar. Nun, Patrick, vielen Dank für dieses wunderbare Interview. Und um das Ganze abzuschließen, wo kann man Ihre kostenlose Arbeit finden und wo kann man Ihr Buch finden?

[Patrick Wood:] Ja, natürlich. Technocracy.news, die Bücher sind dort erhältlich. Aber es gibt auch Amazon.com, dort kann man einzelne Bücher kaufen. Und auch das Hörbuch, das ist gerade sehr beliebt. Und die Kindle-Version gibt es auch bei Amazon. Wenn Sie die also haben wollen, gehen Sie zu Amazon. Wenn Sie nur die Bücher selbst haben wollen, technocracy.news. Wenn Sie sich außerhalb der Vereinigten Staaten befinden, sollten Sie das nicht tun, denn die Versandkosten sind dann höher als die Kosten für das Buch. Sie können also zu Amazon gehen und das Buch in Australien, Europa, Großbritannien und Kanada von Ihrer lokalen Amazon-Website beziehen.

[Kla.TV:] Wunderbar, Patrick Wood, vielen Dank, dass Sie wieder einmal bei Kla.TV waren.

[Patrick Wood:] Vielen Dank.


Dr. Paul Brandenburg – Mediziner & Aufklärer: „Das echte Leben ist nicht online, das echte Leben ist analog. Also zusammenzukommen, mit Menschen zu reden, ihnen gegenüberzusitzen, ist absolut wichtig und essenziell.“ Vernetzen Sie sich mit Ihrem regionalen Kla.TV-Team! www.kla.tv/vernetzung

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Quellen:
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