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Diplomatie oder Krieg für Europa?

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Der heutige NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am 11. Dezember 2025: „Wir müssen auf das Ausmaß eines Krieges vorbereitet sein, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben.“ Ganz Europa bereitet sich auf einen Krieg vor? Jein! Historisch galt die Schweiz mit ihrer Politik der bewaffneten Neutralität als „unbeugsamer Gallier“ – als unabhängiger und verlässlicher Akteur und Friedensvermittler. Jedoch hat die Schweiz mit der Übernahme der Sanktionen gegen Russland ihre bisherige Neutralitätspolitik aufgegeben. Der ehemalige Schweizer Diplomat Georges Martin bezeichnete die Neutralitätsinitiative, über die am 27. September 2026 in der Schweiz abgestimmt wird, als eine „historische Chance für die Schweiz“ – damit Frieden, Friedensvermittlung und Diplomatie in Europa und anderen Krisengebieten wieder eine Chance haben.

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Interviews zur Neutralitätsinitiative weiter unten im Beitrag!

Weitere Sendungen zu diesem Thema:

Abstimmung vom 27.9.2026 zur Neutralitätsinitiative: Haltung des Bundesrats auf dem Prüfstand www.kla.tv/42423

Schweiz: Kundgebung für die Neutralitätsinitiative 29.8.2026 – „Die beste Investition in die Zukunft unserer Kinder!“ www.kla.tv/42414

CH-Abstimmung: Helmut Scheben nimmt Gegner auseinander – Schweizer Neutralität mit globalen Folgen! www.kla.tv/42448

Die 27 EU-Staaten gaben 2025 rund 418 Milliarden Euro für Verteidigung aus, das sind
20 % mehr als im Vorjahr. Im Schnitt entsprach das 2,2 % des Bruttoinlandsprodukts. Nach dem NATO-Beschluss sollen die Ausgaben bis 2035 auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Der heutige NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am 11. Dezember 2025 bei einer Rede in Berlin: „Wir müssen auf das Ausmaß eines Krieges vorbereitet sein, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben.“

Ganz Europa bereitet sich auf einen Krieg vor? Jein! Historisch galt die Schweiz mit ihrer Politik der bewaffneten Neutralität als „unbeugsamer Gallier“ – als unabhängiger und verlässlicher Akteur.

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Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition der Friedensvermittlung zurück:

  • 1954 war sie Gastgeberin der Genfer Konferenz zum Indochinakrieg,

  • 1962 unterstützte sie die Verhandlungen zwischen Frankreich und Algerien und trug damit zum Évian-Abkommen bei.

  • Auch in jüngerer Zeit engagierte sie sich etwa im Friedensprozess in Kolumbien und Mosambik sowie als Schutzmacht zwischen den USA und Iran.

Der ehemalige Schweizer Diplomat und Staatssekretär Georges Martin sagte kürzlich, es gebe kaum einen Kontinent, auf dem die Schweiz nicht aktiv gewesen sei. „Es gab kaum eine Woche ohne Meldungen über die Aktivitäten der Schweiz in Sachen Frieden und Friedensverhandlungen. Dies liege in der Schweizer DNA.“ Jedoch – so Martin – habe die Schweiz mit der Übernahme der Sanktionen gegen Russland ihre bisherige Neutralitätspolitik aufgegeben:

Heute hat man das Gefühl, dass nichts mehr geschieht. Die Schweiz hatte so etwas wie dieses genetische Erbe. Doch als der Krieg in der Ukraine ausbrach, sah man unsere sozialistischen Führungspersönlichkeiten abreisen und nach Butscha gehen und weinen. Natürlich, das ist entsetzlich! Sie wurden auch durch Propaganda instrumentalisiert. Denn wenn zwei Länder im Krieg sind, gibt es immer Propaganda gegen die andere Seite. Man muss sich daran erinnern, dass vor 2022 selbst die Sozialisten sagten, die Ukraine sei das korrupteste und undemokratischste Land Europas.“

Georges Martin bezeichnete die Neutralitätsinitiative, über die am 27. September 2026 in der Schweiz abgestimmt wird, als eine „historische Chance für die Schweiz“:

Warum ist sie eine historische Chance? Weil die Schweizer zum ersten Mal die Gelegenheit haben, wirklich zu sagen, was sie über die Neutralität denken, und sie dann an den Anfang unserer Verfassung zu stellen, mit verbindlichen Artikeln, die unsere Behörden zwingen würden, genau das nicht zu tun, was sie seit Beginn des Krieges in der Ukraine getan haben.“

Würde die Neutralitätsinitiative nicht angenommen, wäre dies, so Martin, „das Ende der Schweiz“. Eine Schweiz, die nicht neutral sei, wäre für ihn keine Schweiz mehr und würde auch international nicht mehr als solche wahrgenommen.

Deshalb: Verbreiten Sie diese Sendung und setzen auch Sie sich am 27. September 2026 für ein klares JA zur Neutralitätsinitiative ein – damit Frieden, Friedensvermittlung und Diplomatie in Europa und anderen Krisengebieten eine Chance haben!

Autor: dd.

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Interview mit Dr. Pascal Lottaz zur Neutralitätsinitiative – SP und Medien führen die Debatte nicht! (Kundgebung 29.8.2026 in Bern)

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Anlässlich der nationalen Kundgebung für Neutralität und Frieden, vom 29.8.2026 in Bern, äußert sich Prof. Dr. Wolf Linder, Mitglied der SP Schweiz, in einem Interview zur Neutralitätsinitiative. Er ist überzeugt, dass Sanktionen immer das Volk treffen und nicht die Regierungen. Es sei bedenklich, dass das Volk dann aufgrund des Wirtschaftsboykotts keine Nahrungsmittel, kein Wasser und keine Gesundheitsversorgung mehr habe. Beim Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine im Jahre 2022 hätte es aus seiner Sicht durchaus andere Alternativen gegeben, als die EU-Sanktionen zu übernehmen.

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Quellen:

European Defence Agency: Defence Data 2025–2026 – 418 Mrd. Euro Verteidigungsausgaben der 27 EU-Staaten im Jahr 2025
https://eda.europa.eu/docs/default-source/eda-publications/2026-eda_defencedata_webpublic.pdf

Historische Entscheidung der Alliierten auf dem NATO-Gipfel in Den Haag, die Verteidigungsinvestitionen auf 5 % des BIP zu erhöhen
https://www.nato.int/fr/news-and-events/events/transcripts/2026/03/26/press-conference-for-launch-of-annual-report

Rutte warnt vor Krieg wie zu Großelterns Zeiten
https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/natos-rutte-warns-allies-they-are-russias-next-target-2025-12-11/?utm_source=chatgpt.com

Die Guten Dienste der Schweiz
https://www.aboutswitzerland.eda.admin.ch/de/die-guten-dienste-der-schweiz

Die Neutralität ist unser Schutz und unsere „Raison d’être“ („Daseinsgrund“) – Interview mit Alt-Botschafter Georges Martin
https://zgif.ch/2025/02/04/die-neutralitaet-ist-unser-schutz-und-unsere-raison-detre/

Schweizer Ex-Botschafter Georges Martin enthüllt: Europa verliert die Kontrolle
www.youtube.com/watch?v=qNU-kflWhTQ

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