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Interview mit Ex-Krankenkassenvorstand Andreas Schöfbeck: Fristlose Entlassung nach Offenlegung von Impfnebenwirkungen

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Andreas Schöfbeck – jahrzehntelang war er Vorstand der Betriebskrankenkasse ProVita. Im Jahr 2022 wertete er die Datensätze von knapp elf Millionen Versicherten zu Impfnebenwirkungen aus. Die Ergebnisse waren alarmierend. Er meldete es an das Paul-Ehrlich-Institut. Erfahren Sie in diesem Interview, was daraufhin passierte…

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Und ab 1. April 2021 hat es dann eine eigene Kodierung gegeben, Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen. Und die haben wir alle ausgewertet. Und haben die dann aber verglichen mit allem, was vor dieser Zeit war und haben festgestellt, das ist exorbitant gestiegen. Das war ein Vielfaches zu dem, was früher geschehen ist an Nebenwirkungen.

Nach der Veröffentlichung dieses Briefes hat sich bei mir dann sehr schnell innerhalb weniger Stunden das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. Dann wollten die plötzlich einen Termin machen. Dann haben wir einen Termin vereinbart für den 1. März 2022. Und wie es der Zufall so will, am 1. März 2022 ist vormittags dann eine außerordentliche Verwaltungsratssitzung - das ist das Aufsichtsgremium bei mir - einberufen worden. Und mittags so gegen eins/halb-zwei Uhr wurde mir eröffnet, dass ich fristlos gekündigt bin. Und der Termin am Nachmittag wäre für 16 Uhr anberaumt gewesen.

Hochgerechnet dann auf die deutsche Bevölkerung – waren es 2,5 bis 3 Millionen Menschen, die eben in Behandlung waren wegen Nebenwirkungen dieser Impfung. Und bei dieser großen Zahl, sage ich, kann man nicht alles als Bagatellen abtun, sondern dann gehört das untersucht.

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[Kla.TV:] Auch wenn viele denken, Corona gehört längst schon zur Vergangenheit, vergessen sie dabei, dass es unzählige Menschen gibt, die noch heute unter den Folgen dieser Plandemie leiden. Dabei sind es nicht nur diejenigen, die durch die mRNA-Injektion einen bleibenden Schaden davon getragen haben, sondern auch Menschen wie der ehemalige Vorstand der Betriebskrankenkasse ProVita, Andreas Schöfbeck, der den Mut hatte, mit seinem Fachwissen an die Öffentlichkeit zu treten – und dafür fristlos gekündigt wurde.

Herr Schöfbeck, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen für dieses Interview mit Kla.TV.

[Andreas Schöfbeck:] Sehr gerne.

[Kla.TV:] Sie waren ja während der Corona-Zeit Vorstand in der Betriebskrankenkasse ProVita. Können Sie uns kurz mit ein paar Worten zu Ihrer Person etwas sagen? Wie lange waren Sie da, wie lange waren Sie bei der Krankenkasse und was war Ihre Tätigkeit, Ihr Werdegang?

[Andreas Schöfbeck:] Ich habe eine klassische Krankenkassenkarriere. Ich habe nach der mittleren Reife angefangen, eine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellter, war dann 20 Jahre lang bei einer Ersatzkrankenkasse, habe dann zur Betriebskrankenkasse „Die Persönliche“ gewechselt und bin dann dort ein Jahr später Vorstand geworden und bin dort ab 1.1. 2001 bis zu meiner Kündigung, war ich über zwei Jahrzehnte Vorstand dieser Kasse.

[Kla.TV:] Ja, Sie haben es gerade gesagt, Sie waren da jahrzehntelang Vorstand der Betriebskrankenkasse und dann sind Sie Anfang 2022 fristlos gekündigt worden. Können Sie den Zuschauern kurz erklären, was da vorgefallen ist?

[Andreas Schöfbeck:] Ja, kann ich gerne erklären. Ja, die Corona-Zeit hat viele, viele Neuerungen gebracht, viele Sachen, die man vorher nicht gekannt hat. Und ich habe eine Auswertung gemacht, eine Datenauswertung über die Nebenwirkungen der sogenannten Corona-Impfung. Und ich habe da die Möglichkeiten dazu. Ich habe Daten von elf Millionen Versicherten, von allen Betriebskrankenkassen. Die sind anonymisiert und pseudonymisiert [Pseudonymisierung ist die Verarbeitung personenbezogener Daten so, dass sie ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen Person zugeordnet werden können.], dass man auf sie zugreifen kann. Und dann habe ich da eine Auswertung zusammen mit Tom Lausen [Programmierer, Datenanalyst und Publizist, der seit 2020 durch kritische Auswertungen amtlicher Gesundheitsdaten im Kontext der Corona-Pandemie bekannt wurde] gemacht. Und da gibt es sogenannte ICD-Codes. Das sind verschlüsselte Diagnosen. Und anhand dieser verschlüsselten Diagnosen kann man gut auswerten. Und da haben wir die Diagnosen genommen, die für Nebenwirkungen von Impfungen waren. Und ab 1. April 2021 hat es dann eine eigene Kodierung gegeben, Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen. Und die haben wir alle ausgewertet. Und haben die dann aber verglichen mit allem, was vor dieser Zeit war und haben festgestellt, das ist exorbitant gestiegen. Das war ein Vielfaches zu dem, was früher geschehen ist an Nebenwirkungen. Und ich habe das dann ins Verhältnis gestellt zu den beim Paul-Ehrlich-Institut gemeldeten Zahlen von Impfnebenwirkungen. Und weil es so ein krasser Unterschied war, habe ich dann einen Brief geschrieben an den Präsidenten seiner Zeit vom Paul-Ehrlich-Institut, den Klaus Cichutek. Habe aber auch Briefe geschrieben an die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Bundesärztekammer, den GKV-Spitzenverband, an den Dachverband der Betriebskrankenkassen. Die habe ich jeweils persönlich an die Vorstände alle dort gesandt, diese Briefe. Und dann haben die leider nicht reagiert. Ich habe eine relativ kurze Frist gesetzt von 36 Stunden. Ich war aber der Meinung, das ist gerechtfertigt, weil ich das gesehen habe, wenn die Zahlen so zutreffen, dann besteht Gefahr für Leib und Leben. Und weil da keine Reaktion war, habe ich dann ein Interview gegeben: Welt Online. Und ja, nach der Veröffentlichung dieses Briefes hat sich bei mir dann sehr schnell innerhalb weniger Stunden das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. Dann wollten die plötzlich einen Termin machen. Dann haben wir einen Termin vereinbart für den 1. März 2022. Und wie es der Zufall so will, am 1. März 2022 ist vormittags dann eine außerordentliche Verwaltungsratssitzung - das ist das Aufsichtsgremium bei mir - einberufen worden. Und mittags so gegen eins/halb-zwei Uhr wurde mir eröffnet, dass ich fristlos gekündigt bin. Und der Termin am Nachmittag wäre für 16 Uhr anberaumt gewesen. Und den habe ich nicht mehr wahrnehmen können. Von Tom Lausen, der an dem Termin war, hat man mir sagen lassen, dass der von meinem seinerzeitigen Stellvertreter dann relativ kurz das Ganze abgesagt worden ist. Mir ist immer wichtig, die Auswertung, die ich gemacht habe: Ich sage nicht, das sind alles Nebenwirkungen der Impfung, sondern das sind Impfschadensverdachtsfälle. Ist wichtig, der Unterschied. Aber, weil es so eine große Zahl war, ich habe festgestellt – hochgerechnet dann auf die deutsche Bevölkerung – waren es 2,5 bis 3 Millionen Menschen, die eben in Behandlung waren wegen Nebenwirkungen dieser Impfung. Und bei dieser großen Zahl, sage ich, kann man nicht alles als Bagatellen abtun, sondern dann gehört das untersucht. Und da muss man halt feststellen, was ist schwerwiegend und was sind tatsächlich Bagatellen. Das war von Anfang an mein Anliegen.

[Kla.TV:] Was hat Sie denn überhaupt dazu bewogen, diese Analysen zu machen?

[Andreas Schöfbeck:] Ja, ich habe im Umfeld beobachtet, dass Mitarbeiter sind zu mir gekommen, die haben berichtet, dass sie Telefongespräche mit Versicherten gehabt haben, die von Nebenwirkungen berichtet haben. Ich habe Mails gekriegt, die mir vorgelegt worden sind, wo die Nebenwirkungen waren. Ich habe leider auch im Familienkreis das beobachten müssen mit schwerwiegenden Nebenwirkungen. Eine Cousine von mir, die ist berentet, die hat sich nicht mehr davon erholt. Aber ich habe noch mehr gehabt im Familienkreis. Und da war mir klar, da muss ich hinschauen. Ich habe eine treuhänderische Pflicht für das Vermögen der Kasse und natürlich auch für die Gesundheit der Versicherten und meiner Mitarbeiter. Und das war die Motivation, weil ich gesagt habe, ja, dann schaue ich da mal hin. Und wir haben auch gute Analysemöglichkeiten im Controlling dazu.

[Kla.TV:] Irgendwie habe ich mitbekommen, dass andere Krankenkassen zu den ähnlichen Ergebnissen oder gleichen Ergebnissen gekommen sind. Und sie hatten auch diesen Austausch. Sie haben die gleichen Zahlen irgendwo gehabt, also ob das jetzt der BKK-Dachverband war oder wer auch immer. Sie sind eigentlich auf die gleichen Ergebnisse gekommen. Wie ist das da weitergegangen?

[Andreas Schöfbeck:] Ja, es sind zweierlei. Es gibt eine Anfrage noch im Informationsfreiheitsgesetz. Das war an die Techniker-Krankenkasse gerichtet. Und bei dieser Anfrage wurde festgestellt – auch so eine Größenordnung – zweieinhalb bis drei Millionen Menschen müssen in Behandlung gewesen sein, wenn man die Zahlen der Techniker-Krankenkasse analysiert. Dann hat es noch Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gegeben. Die haben auch Zahlen rausgegeben, da sind wir zu gleichen Werten gekommen. Und das andere waren meine Zahlen, weil es auch speziell die Zahlen der Betriebskrankenkassen waren. Die wurden auch angeschaut, eben von unserem Landesverband vom Controlling. Die haben drüber geschaut und das plausibilisiert. Und dann auch noch von den Mitarbeitern aus dem Controlling beim Dachverband der Betriebskrankenkassen in Berlin. Und die haben alle drüber geschaut und die haben nichts beanstanden können. Und insofern ist ja auch eine Bestätigung, dass die Analyse sauber erstellt wurde, ohne irgendeinen intellektuellen Fehler.

[Kla.TV:] Aber da ist niemand weitergegangen und hat diese Sachen irgendwo gemeldet oder gesagt, da gibt es irgendwie doch ein Problem?

[Andreas Schöfbeck:] Nein, da ist niemand weitergegangen. Und letztendlich, der Dachverband, der hat sich zurückgezogen davon und die Vorständin unseres Landesverbandes, die wurde dann leider auch gekündigt. Und sie hat immer betont, hier geht es um sachliche Aufklärung. Sie hat nie groß Theater gemacht in der Öffentlichkeit, sie wollte immer sachlich aufklären, aber sie – der wurde genauso gekündigt wie mir. Die hat auch ihre Arbeit verloren.

[Kla.TV:] Spannende Zusammenhänge.

[Andreas Schöfbeck:] Ja.

[Kla.TV:] Herr Schöfbeck, Sie haben in ihrem Brief irgendwie thematisiert, dass die Ärzte für diese Meldung der Verdachtsfälle, der Impfverdachtsfälle oder Schäden durch Impfung, dass sie dafür nicht bezahlt werden. Was ist da der Hintergrund?

[Andreas Schöfbeck:] Ja, ich finde es eine sehr wichtige Sache und ein generelles Problem, weil immer, wenn es um Medikamente geht oder Impfstoffe, dann wird es Ärzten nicht vergütet, wenn sie da eine Meldung abgeben. Ich habe mal von einem Arzt mir glaubhaft versichern lassen, dass so eine Meldung 30, 40 Minuten dauert. Und die haben in der Regel im Alltag keine Zeit, das zu machen. Mir hat auch vor kurzem noch meine Ärztin bestätigt, sie hat es dann mit nach Hause genommen. Sie arbeitet in einer Klinik, aber sie hat gesagt, ihre Kollegen, die haben es einfach nicht gemacht, weil es sehr viel Zeitaufwand ist. Und sie hat es in ihrer Freizeit gemacht. Und da sage ich, es muss ein Interesse geben, dass wir alle Meldungen kriegen. Und wenn es an so was schon scheitert, dann sage ich, das muss auch den Ärzten vergütet werden. Die tun ja was auch für das Allgemeinwohl. Und wenn sie da was für das Allgemeinwohl tun, dann sollte das auch vergütet werden. Und ich sage immer, bezahlen sollten es diejenigen, die am meisten Interesse daran haben müssen, dass ein Medikament oder ein Impfstoff möglichst sicher ist. Und das müssen diejenigen sein, die das am Markt produzieren und auch verkaufen. Und darum bitte ich, dass das gemacht wird, dass das eben auch bezahlt wird. Und ich bin etwas erstaunt, dass so was seit Jahren, Jahrzehnten nicht bezahlt wird. Ich habe öfter in meinem beruflichen Alltag dann erlebt, Vertragsverhandlungen mit Ärzten und Ärzteverbände. – ja, das sind gute Verhandler, auch sehr fordernd, wenn es ums Geld geht. Soll alles in Ordnung sein, das sind Verhandlungen. Aber worum Sie hier pro bono nur für die Ehre arbeiten sollen, das ist dann für mich ein Widerspruch. Und das gehört aufgeklärt. Und ich bin der Meinung, auch die Ärzteverbände sollten sich dafür einsetzen, dass Ärzte für ihre Arbeit an dieser Stelle bezahlt werden.

[Kla.TV:] Andere Frage: Seit 2020 ist ja das RKI (Robert-Koch-Institut) und auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eigentlich verpflichtet, dass die Daten von den Kassenärztlichen Vereinigungen – also wenn es um die Überwachung der Sicherheit von Impfstoffen geht, irgendwo – dass Sie das berücksichtigen müssen. Das heißt, mit dem Ignorieren Ihrer Daten, die ja auch von den Kassenärztlichen Vereinigungen bestätigt wurden, macht sich das PEI eigentlich nicht im Grunde genommen strafbar? Liege ich da richtig?

[Andreas Schöfbeck:] Ob`s strafbar ist, sollten Juristen beurteilen. Es gibt im Gesetz eine Regelung, dass sie diese Daten auswerten müssen. Allerdings bei der Regelung steht nicht dabei, dass es Konsequenzen hat. Also an dieser Stelle, von dem würde ich Strafbarkeit wahrscheinlich nicht ableiten. Man muss allgemein dann überlegen, das sollen aber Juristen beurteilen, ob es eine Strafbarkeit ist, durch Unterlassen, wenn es hinterher Schäden gibt. Aber das kann ich nicht beurteilen. Das sollten die an dieser Stelle beurteilen. Das wäre eine andere Ebene, auf der man das machen muss.

[Kla.TV:] Aber es ist ja eigentlich schon erstaunlich, dass also weder das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) noch das RKI (Robert-Koch-Institut), nicht nur ihrer Pflicht nicht nachgekommen ist, da irgendwo weiterzugehen, sondern eigentlich diejenigen mundtot gemacht haben, so wie Sie den Mut gehabt haben, irgendwo da die Sachen aufzuzeigen.

[Andreas Schöfbeck:] Ja.

[Kla.TV:] Und obwohl auch andere Kassen eben zu den gleichen Ergebnissen gekommen sind. Und da herrscht eigentlich bis heute Stillschweigen.

[Andreas Schöfbeck:] Ich will nicht behaupten, dass andere Kassen zu dem Ergebnis gekommen sind, dass es nicht falsch rüberkommt. Die Techniker-Krankenkasse hat die Zahlen nach außen gegeben. Und wenn man die Zahlen anschaut, dann kommt man zum gleichen Ergebnis. Das ist mir wichtig. Auch die Klarstellung an dieser Stelle. Und zum anderen: Das Paul-Ehrlich-Institut, die haben immer gesagt, es wäre so aufwendig, das zu machen. Da will ich erst mal aus dem Alltag der Krankenkassen berichten. Ich habe es ja in verantwortlicher Position über zwei Jahrzehnte gemacht, aber auch vorher schon sehr viel beobachtet. Es hat immer umfangreiche Gesundheitsreformen gegeben. Und in der Regel, wenn Politiker das beschlossen haben, haben sie es kurz vor Weihnachten immer beschlossen, mit Wirkung zum 1. Januar. Dann war es rechtsverbindlich. Und da haben zum Teil umfangreiche Softwarearbeiten gemacht werden müssen, damit die Krankenkassen ab 1. Januar überhaupt geschäftsfähig sind und die Neuerungen umsetzen können. Und das haben die Krankenkassen ausnahmslos immer hingekriegt und ist gut so. Aber manchmal mit einem Zeitkorridor von zwei, drei Wochen maximal. Und jetzt will mir das Paul-Ehrlich-Institut erklären, dass die Datenannahme vier Jahre Zeit verbraucht und sie das nicht machen können. Darum wähle ich jetzt dieses Beispiel. Also die Abfrage bei meiner Kasse, die im Prinzip – wenn man weiß, was man will – die dauert eine Viertelstunde. Jetzt sage ich mal, die müssen die Daten zusammenführen, noch von verschiedenen Kassenärztlichen Vereinigungen und so weiter. Das will ich ja alles sehen. Aber dann würde ich denen großzügig zwei bis vier Wochen Zeit geben. Es geht um so etwas Wichtiges. Wir haben eine Ausnahmesituation gehabt. In dieser Ausnahmesituation wurde alles Mögliche ermöglicht. Und hier soll es nicht möglich sein, so etwas zu lösen. Und ja, da habe ich kein Verständnis mehr für diese lange Zeit. Und das darf man ruhig sachlich kritisieren.

[Kla.TV:] Ja, das ist ja eigentlich schon verwunderlich, dass auch, ich sage mal, über die Medien, also auch gerade DIE WELT, wo ja auch die Informationen eigentlich hingeflossen sind, dass da kein Aufschrei kommt, weil – ich sage mal so – viele Menschen von diesen Nebenwirkungen betroffen waren. Und ich sage mal, bis heute wird ja die Impfung noch beworben. Also ich habe gerade wieder den Aufruf gehört, dass also auch Schwangere sich unbedingt impfen lassen sollen, jetzt gerade auf den Winter hin. Was ist da los? Da ist doch irgendwo ein Filz. Da ist etwas im Hintergrund, was diese Leute da zu fürchten haben. Also dass sie eigentlich einen Gesetzesbruch irgendwo begehen. Und, also irgendwo, für irgendwas haben diese Leute doch Angst. Können Sie da aus Ihrer Sicht was dazu sagen?

[Andreas Schöfbeck:] Ja, ich kann es mir schwer erklären und will auch nicht darüber mutmaßen, was die Motivation ist oder warum es nicht geschieht. Aber es ist schwer zu erklären. Also da bleibe ich dabei. Allerdings glaube ich, hat zum Beispiel die Impfung für Schwangere, die wurde jetzt zurückgenommen. Ist vielleicht auch ein Ausfluss vom Untersuchungsausschuss in Brandenburg, glaube ich, wo sehr kritische Fragen gestellt worden sind und auch kritische Sachverständige waren. Kurz darauf, fällt es auf, wurde diese Empfehlung zumindest zurückgenommen.

[Kla.TV:] Würden Sie heute aus heutiger Sicht wieder genauso handeln, wie Sie gehandelt haben?

[Andreas Schöfbeck:] Absolut. Weil, ich habe nur, ich will sachliche Aufklärung, um das ist es mir gegangen. Und ich sage, wenn man Verantwortung trägt, dann gibt es auch unbequeme Zeiten. Und wenn man nur die Verantwortung übernehmen will, wenn es leicht ist und alles und man keinen Gegenwind hat, dann ist man nicht an der richtigen Stelle. Und ich sage auch immer, jede unternehmerische Entscheidung ist auch eine ethische Entscheidung. Auch wenn ich Geld investiere, ist immer eine ethische Entscheidung mit dabei. Und dem kann man sich – dieser Verantwortung, die damit verbunden ist, dass man das Geld treuhänderisch verwalten wird und auch verantwortlich ist für die Versicherten – dem kann man sich nicht entziehen. Für mich gibt es überhaupt keine Frage. Und ich würde es natürlich genauso wieder machen.

[Kla.TV:] Ja, super. Mögen Sie ganz kurz noch vielleicht Ihre Vision vom Gesundheitswesen der Zukunft, in zwei, drei Sätzen unseren Zuschauern weitergeben?

[Andreas Schöfbeck:] Ich versuche es mal in zwei, drei Sätzen. Ich finde, Vision ist schwierig. Ich habe ein klares Bild. Ich habe mich sehr viel mit Gesundheit befasst. Als Jugendlicher habe ich mir schon mal gedacht, was sind die Ursachen von Krankheiten? Ich glaube, dass ich einen Teil gefunden habe in den Wissenschaften. Und das ist in der Psychoneuroimmunologie [Die Psychoneuroimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das die Wechselwirkungen zwischen dem Nervensystem, dem Immunsystem und der Psyche untersucht. Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie psychologische Prozesse – wie Stress, Emotionen und Gedanken – unsere körperliche Gesundheit beeinflussen, insbesondere durch ihre Wirkung auf das Immunsystem.]. Die Psychoneuroimmunologie klärt auf, wie sich Emotionen auf das Immunsystem auswirken. Und alle Emotionen wirken sich auf das Immunsystem aus, sowohl positive wie als negative Emotionen. Und dann noch die Epigenetik [Epigenetik ist der Teil der Biologie, der erforscht, wie Gene an- oder abgeschaltet werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern]. Das heißt, über die Genetik hinaus. Und das Dogma, dass die Gene verantwortlich sind für Krankheiten, das ist längst widerlegt. Dafür haben Watson und Crick den Nobelpreis gekriegt. Aber es wurde nie auf wissenschaftliche Plausibilität untersucht. Und dazu sagt Bruce Lipton, für mich der genialste Epigenetiker unserer Zeit, der sagt dazu, wenn Sie an dieses Dogma glauben, dann können Sie auch in die Kirche gehen zum Beten. Weil das müsste man untersuchen. Und man hat herausgefunden, es gibt den Begriff der Gen-Methylierung. Und die Gene haben so etwas wie An- und Abschalter. Und diese An- und Abschalter sind unsere Emotionen, unsere Erfahrungen im Leben. Da kommen wir jetzt zum dritten Thema, die frühkindliche Bindung. Darum ist sie so wichtig. Bruce Lipton hat wieder ein schönes Beispiel, das nehme ich gerne her. Der sagt, so ein Kind läuft in den ersten sieben Lebensjahren wie so ein Computer durchs Leben mit einer anderen Hirnfrequenz. Oder wie ein Aufnahmegerät, um es richtig zu sagen. Und da nimmt das Kind alles auf. Da lernt es viele tolle Sachen, wie sprechen, laufen, kognitive Fähigkeiten. All diese Dinge werden da aufgenommen. Aber dieser Aufnahmerekorder hat ein großes Problem. Der nimmt nämlich alles auf. Der nimmt auch die emotionalen Probleme vom engsten Umfeld auf. Von – vor allem den Eltern, aber auch anderen nahestehenden Personen. Darum sehen Sie dann, wie sich durch Generationen hindurch immer wieder die gleichen Probleme oft ziehen. Aber das Gute an dem Ganzen, was wir jetzt haben, wenn es doch die Programmierung ist: Wir wissen, am Computer, die Programmierung, eine Software, die können wir ändern. Die schreiben wir um. Also brauchen wir Therapien, entsprechende Verfahren, dann können wir Software ändern. Und wenn es die Gene wären, dann wären die Menschen einer Krankheit ausgeliefert. So wird es uns ja vermittelt bei Krebs und allem Möglichen. Aber nachdem es ja die Software ist und wir die ändern können, bin ich keiner Krankheit ausgeliefert. Dann kann man überall ansetzen. Und meine Vision wäre auch, dass wir eine gesündere Generation Kinder kriegen, dass wir da früh anfangen und jungen Eltern und werdenden Eltern beibringen, die selber keine gute Bindung erfahren haben, wie sie es richtig machen. Und dann wächst eine gesündere Generation Kinder heran. Und dann, wenn unsere Emotionen heilen, dann heilt auch die Gesellschaft. Und dann haben wir ein wunderschönes Zusammenleben.

[Kla.TV:] Herr Schöfbeck, vielen Dank für diese Information und für Ihre Vision. Herzlichen Dank, dass Sie hier sind. Und vielen Dank für das spannende Gespräch. Ihnen alles Gute. Vielen Dank!

[Andreas Schöfbeck:] Dankeschön, hat mir Freude gemacht. Dankeschön!

Autor: rh.

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Quellen:

Creative Commons Lizenzen
https://www.creativecommons.org/licenses/

Offener Brief an das PEI
www.barucker.press/p/heftiges-warnsignal-bei-impfnebenwirkungen-nach-corona-impfung

Interview mit DIE WELT
https://nx2001.your-storageshare.de/s/q4jrMGA5ndF2QEg?dir=/&editing=false&openfile=true

Analyse der BKK-Versichertendaten
https://img.welt.de/bin/Nebenwirkungen_bin-237107199.pdf

Ergebnisse der TKK
https://corona-blog.net/2022/07/27/tk-muss-daten-herausgeben-2021-waren-dort-437-593-versicherte-wegen-impfnebenwirkungen-in-aerztlicher-behandlung/

Daten der KBV
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