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Die Masernimpfpflicht macht etlichen Eltern in Deutschland zu schaffen. Denn trotz vorhandener Impfunfähigkeitsbescheide werden diese von Gesundheitsämtern nicht anerkannt. Im Kla.TV-Interview erläutert einer der wenigen Sachverständigen für Impfverfahren: „Das ist besonders seltsam insofern, dass viele dieser Mitarbeiter gar keine Mediziner sind, wohingegen die Ärzte, die Impfunfähigkeit bescheinigen, die Kinder in der Regel gut kennen und das sehr wohl einschätzen können. Aber definitiv ist das ein Problem, das regelmäßig dazu führt, dass Eltern dann den Klageweg beschreiten müssen.“ Was es damit auf sich hat und wie sich ärztliche Kollegen zu Sachverständigen ausbilden lassen können, erfahren Sie im Interview mit Dr. Patzak.
Pharma- und wirtschaftsunabhängige Statistik zu Impfungen und deren Schäden
https://vetopedia.org/de/impfschaden
In dieser Sendung:
„Ich war also nicht als Impfgegner geboren. Mein Vater war Arzt. Ich bin ganz normal auch damit aufgewachsen, dass man eben geimpft ist, ja, so wie man Zähne putzt. Und erst in der homöopathischen Praxis, die ich angefangen habe vor 32 Jahren, ist mir aufgefallen, dass Kinder, aber auch Erwachsene, nach Impfungen plötzlich innerhalb von so und so langer Zeit Symptome ausgeprägt haben. Und das habe ich dann wieder und wieder gesehen. [...] Ich habe zum Beispiel 20 autistische Kinder gesehen, und alle sind kurz vorher geimpft worden, bevor die ersten Symptome auftraten. Oder 50 Kinder mit Otitis media, Mittelohrentzündung, und die sind kurz vorher geimpft worden. [...] Die Entscheidung über die Impfung obliegt dem Sorgeberechtigten in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. Also das RKI selbst möchte die Verantwortung nicht übernehmen.“
[Kla.TV]
Impfen wird nicht erst seit Corona kontrovers diskutiert. Zu häufig werden die Menschen mit Folgeschäden alleingelassen, beziehungsweise ihre Probleme nicht erkannt. Heute spreche ich mit einem von der EUcert [European Certification CYF = internationale Zertifizierungsstelle] zertifizierten Sachverständigen für Impfverfahren und Impfschäden.
Dr. Patzak, es ist mir eine Freude, Sie heute im Online-Studio begrüßen zu dürfen.
[Dr. Patzak]
Vielen Dank für die Einladung. Freue mich.
[Kla.TV]
Ja, vor wenigen Tagen wurde eine Petition zur Aufhebung der faktischen Masern-Impfpflicht [www.kla.tv/42730] vor dem Petitionsausschuss des Bundestages angehört. Insbesondere Eltern beschäftigt dieses Thema Masern-Schutz-Gesetz. Denn wer sein Kind nicht gegen Mumps-Masern-Röteln impfen lassen will, bekommt zunehmend Druck und Sanktionen durch die Gesundheitsämter. Auch die bestehenden Impfunfähigkeitsbescheinigungen werden nicht mehr anerkannt und die ausstellenden Ärzte werden schikaniert. Dr. Patzak, was gibt es noch für einen Ausweg für betroffene Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, zum Beispiel auch, weil ja bereits in der Familie Impfunverträglichkeiten vorliegen?
[Dr. Patzak]
Ja, das Thema ist auch mein Praxisalltag. Wir erleben, dass diese fehlende Anerkennung von Impfunfähigkeitsbescheinigungen besonders lokal gehäuft vorkommt. Es scheint sich also um persönliche Themen einzelner Gesundheitsamtsmitarbeiter zu handeln. Wir wissen also von manchen Bundesländern und Landkreisen, zum Beispiel Schleswig-Holstein, dass es relativ wenig Probleme gibt. In manchen Landkreisen, in Bayern und auch in Sachsen, haben wir hingegen eine überstrenge Auslegung des Masernschutzgesetzes. Das hat seine Gründe darin, dass das Masernschutzgesetz viele wesentliche Punkte nicht definiert hat, wie zum Beispiel den Begriff Impffähigkeit oder Impfunfähigkeit. Es gibt zwar ein amtliches Formular – Impfunfähigkeitsbescheinigung – jedoch hat der Gesetzgeber das nicht definiert. Und daraus leiten manche Gesundheitsamtsmitarbeiter das Recht oder die Pflicht ab, diese Bescheinigung infrage zu stellen. Das ist besonders seltsam insofern, dass viele dieser Mitarbeiter gar keine Mediziner sind, wohingegen die Ärzte, die die Impfunfähigkeit bescheinigen, die Kinder in der Regel gut kennen und das sehr wohl einschätzen können. Aber definitiv ist das ein Problem, das regelmäßig dazu führt, dass Eltern dann den Klageweg beschreiten müssen, wenn sie aus Erfahrung, aus Sorge, aus Informationen, die ihnen vorliegen, der Meinung sind, ihr Kind ist nicht impffähig, und das Gesundheitsamt aber diese Darstellung nicht anerkennt. Also dann gibt es tatsächlich nur den Rechtsweg, der offen ist, beziehungsweise in seltenen Fällen kann es gelingen, auch durch homöopathische Prophylaxe einen Antikörper-Titer zu erreichen.
[Kla.TV]
Und bei den Gerichtsverfahren, wie ist da jetzt die Erfolgsquote?
[Dr. Patzak]
Das kommt sehr auf die Qualifikation des Sachverständigen und des Anwaltes an, aber natürlich auch ein Stück weit auf die Offenheit des Richters für sachliche Argumente. Also, ich habe da gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit einem Richter, der als Eröffnungssatz zu mir gesagt hat – ich war da vorgeladen: „Also, ich glaube nicht, dass es so etwas wie Impfunfähigkeit gibt.“ Und nach einer Stunde Erläuterung war er dann doch von dieser vorgefassten Meinung abgerückt. Er ist ja kein Mediziner, er braucht es auch nicht zu wissen, aber da war die positive Erfahrung, dass er sich von Fakten hat überzeugen lassen.
[Kla.TV]
Ja, das ist ein positives Beispiel, das heißt, Sie haben dort ausgesagt als Sachverständiger und der Richter hat ihnen dann wirklich zugehört?
[Dr. Patzak]
Genau, ich hatte ein Gutachten angefertigt für das Kind, um das es ging, und habe das dem Richter dann sozusagen laiengerecht erläutert. Wie gesagt, das Gutachten ist auch laiengerecht abgefasst, aber der Richter wollte es nochmal erläutert haben. Er hat mich also vorgeladen, und dann habe ich es ihm Punkt für Punkt erklärt, auch mit der Familienanamnese [Familienanamnese = gesundheitliche Vorgeschichte der nahen Verwandten] des Kindes, wo es schwere Impfkomplikationen bereits gegeben hatte. Das Kind selbst war ungeimpft, und tatsächlich gibt es nicht so selten Fälle, wo eben die Familienanamnese den Ausschlag gibt. Das war im Übrigen auch in der Impfpflichtzeit in der DDR so, dass es Kontraindikationen [Kontraindikation = medizinischer Grund, der gegen die Behandlung, die Maßnahme oder das Medikament spricht] gab, die aus der Familienanamnese stammten. Nicht, dass das Kind selbst einen Schaden erlitten haben musste, um von der Impfung zurückgestellt zu werden.
[Kla.TV]
Ja, Sie haben es gerade erwähnt. Sie haben selbst auch in der DDR gelebt. Da gab es ja diese Impfpflicht. Wie haben Sie das erlebt?
[Dr. Patzak]
Ja, das ist schwer zu vergleichen mit heute. Wir hatten bis zum Schulalter 18 Pflichtimpfungen, und wir haben heute STIKO-Empfehlungen für 80 Impfungen. Dadurch ergibt sich natürlich ein höheres Risikopotenzial. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist: Bei der Impfpflicht – die gesetzlich festgelegt war – waren auch gesetzliche Ausnahmen definiert. Das heißt, es gab zum einen nur eine kleine Anzahl Impfärzte, die die Impfung vorgenommen haben – es impfte nicht jeder Arzt in jeder Praxis, wie es heute ist. Und diese Ärzte hatten strenge Vorschriften, welche Kinder nicht geimpft werden durften oder für mehrere Jahre zurückgestellt werden mussten. Zum Beispiel Kinder, die per Kaiserschnitt geboren waren, Kinder, die Adaptationsstörungen hatten nach der Geburt, Kinder, wo es Epilepsie in der Familie gab. Also, das sind seitenlange Ausnahmen, die im Gesetz definiert waren. Das heißt, für Ärzte war es wesentlich einfacher als heute, einzuschätzen, wo lasse ich das lieber bleiben, bei welchen Kindern mache ich das jetzt nicht oder stelle das zurück?
[Kla.TV]
Und wie ist es heute? Wer kann überhaupt eine Impf(un)fähigkeit feststellen? Ist da jeder Arzt so in der Lage oder sind das Menschen vom Gesundheitsamt? Wer macht das überhaupt?
[Dr. Patzak]
Ja, wie schon gesagt, der Begriff Impf(un)fähigkeit ist juristisch nicht definiert. Gesundheitsamtsmitarbeiter ziehen sich da oft auf die Kontraindikationen zurück, die auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes aufgelistet sind. Das ist aber nur eine kleine Auswahl. Wenn man persönlich bei zum Beispiel Dr. Wichmann nachfragt – das ist der Abteilungsleiter Impfprävention beim Robert-Koch-Institut, – dann schreibt er an den Arzt so etwas wie: Die Entscheidung über die Impfung obliegt dem Sorgeberechtigten in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. Also das RKI selbst möchte die Verantwortung nicht übernehmen. Und meiner Meinung nach, ein Gesundheitsamtsmitarbeiter kann die Verantwortung gar nicht übernehmen. Das heißt, natürlich muss die Verantwortung, die Entscheidung, bei den Sorgeberechtigten und bei dem Arzt bleiben.
[Kla.TV]
Und wie argumentieren dann die Gesundheitsämter, wenn ihre oberste Dienstbehörde selber sagt, wir können die Verantwortung nicht tragen und das müssen die Eltern und der Arzt bestimmen?
[Dr. Patzak]
Das ist in der Tat ein Spannungsfeld. Ich habe es so erlebt, dass die Gesundheitsamtsmitarbeiter quasi in einer Art Wettbewerb stehen: Wer schafft die höchste Impfquote? Weil sie teils auch persönlich überzeugt sind, dass sie dazu beitragen, dass eine hohe Impfquote verhindert, dass es zu Masernausbrüchen kommt. Das ist eine Theorie, die uns wieder und wieder auch dargestellt wird, für die es jedoch sehr dünne bis gar keine faktischen Belege gibt. [www.kla.tv/39635]
Der Begriff Herdenimmunität wurde im 19. Jahrhundert geprägt, als es die Pockenimpfung gab und man annahm, je mehr Geimpfte, desto weniger Erkrankungen würde es geben. Das ist von der Praxis widerlegt worden. Es gab also in Großbritannien, wo dieser Begriff geprägt wurde, tatsächlich viel mehr Pockenerkrankte und Gestorbene in Bereichen, wo viel geimpft wurde. […] Später gab es Versuche an Mäusen. Man hat also verschiedene Zusammensetzungen von geimpften, ungeimpften Mäusen in eine Population getan. Zum Beispiel ein Teil geimpfte Mäuse, zwei Teile ungeimpfte, da hatte man also einen sehr guten Schutz. Wenn man es umgekehrt gemacht hat, sind alle Mäuse erkrankt, also wenn man zwei Teile geimpft hat und einen Teil ungeimpft gelassen. Das heißt, eine rein mathematische Beziehung aus diesem geimpften und ungeimpften Anteil lässt sich nicht herstellen. […]
Das eindrucksvollste Beispiel, was es gab im 20. Jahrhundert, war die Impfpflicht, die es in vielen Ländern gab für landwirtschaftliche Nutztiere. Ich war da selber beteiligt. Wir mussten also jede Kuh und jedes Schwein jedes Jahr gegen Maul- und Klauenseuche und die Schweine gegen Schweinepest impfen. […] Und es stellte sich heraus, dass die Tierbestände, die hundertprozentig durchgeimpft waren – da gab es keine Impfverweigerer, die mussten impfen, die waren im Stall angebunden, die konnten nicht weg – die geimpften Populationen hatten dreimal so viele Seuchenausbrüche wie die ungeimpften. […] Es handelt sich da auch, wie bei der Masernimpfung, um eine Lebendimpfung, sodass auch natürlich eine Übertragung der Krankheit möglich ist.
Und das ist das bisschen Alberne an der Situation, dass die Gesundheitsamtsmitarbeiter aber fest daran glauben. Sie haben ja wenig Faktenwissen, weil das – wenn es auch um Ärzte geht – im Medizinstudium nicht gelehrt wird so. Und die Sachbearbeiter sind ohnehin keine Mediziner. Von denen verlangt auch keiner, dass sie es wissen. Und durch dieses mangelnde Wissen gibt es aber diese Kollisionen. Weil, wenn natürlich auf allen Seiten – die Eltern sind auch Laien. Wenn quasi Laien mit Laien über solche Themen streiten, dann kommt eben das dabei heraus, dass es dann in Richtung Behördenwillkür im Prinzip geht. Von dieser Auseinandersetzung hat niemand was, also weder die Eltern noch das Gesundheitsamt noch das Kind, und die Gesellschaft hat auch nichts davon. Vielleicht die Anwälte dann.
[Kla.TV]
Kommen wir nochmal zurück zu den Gerichtsverfahren. Wenn jetzt den Eltern nur der Weg bleibt, sich bei Gericht zu beschweren, wenn sie ihr Kind für nicht impffähig halten oder Bedenken haben, dann kommen im besten Fall Leute wie Sie ins Spiel. Wie läuft dann so etwas ab?
[Dr. Patzak]
Ja, ich werde halt von Eltern gefragt: „Ist mein Kind überhaupt impffähig?“ Und wenn ich dann die Familienanamnese aufnehme, die Anamnese des Kindes, dann komme ich häufig auf Punkte, wo ich sagen kann, mit hoher, höchster Wahrscheinlichkeit wird keine Impffähigkeit bestehen. Ich differenziere das in aktive und passive Impf(un)fähigkeit. Die aktive – also das Kind ist aktiv nicht in der Lage, auf die Impfung mit den gewünschten Antikörpern zu reagieren. Ich mache regelmäßig Mikrobiom-Untersuchungen mit Kindern, wo ich danach schaue, hat das Kind überhaupt eine Darmflora, die eine gesunde Immunentwicklung gestattet. Die passive Impfunfähigkeit ist von mir definiert so: wenn die Empfindlichkeit des Kindes schon bereits vorhanden ist, wenn bereits schon Schädigungen am Immunsystem vorhanden sind, wenn bereits schon schwere, erkennbar – also ich muss das ja auch klinisch fassen in Laborbefunden oder Arztbefunden – wenn da bereits schon Faktoren vorhanden sind, die mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen lassen, dass eine Impfung zusätzlich das Immunsystem und die ganze Gesundheit des Kindes schädigen wird, dann muss man davon sprechen, dass das Risiko höher ist als der Nutzen. Und das ist bei medizinischen Maßnahmen immer eine Kontraindikation. Und das ist aber nachher nicht so einfach zu erklären in drei Sätzen, sondern ich muss es halt gut begründen für das Gesundheitsamt, beziehungsweise auch dann für das Verwaltungsgericht, wenn es dann eben weitergeht.
[Kla.TV]
Ja, und das ist jetzt im Moment der einzige Weg, den die Eltern gehen können?
[Dr. Patzak]
Ja, also wenn sie mit homöopathischer Prophylaxe keine Antikörperproduktion anregen können und das Kind auf natürlichem Wege keine Masern-Antikörper entwickelt hat, dann ist das der einzige Weg. Es gibt natürlich theoretisch auch und praktisch auch die Möglichkeit, dass ein Kind, das sich viel unter frisch geimpften Kindern bewegt, natürlich auch Antikörper produzieren kann, weil wir natürlich die Ausscheidung lebender Viren auch bei geimpften Kindern haben. Deswegen sagt auch das Infektionsschutzgesetz, dass Leute, die durch geimpfte Personen angesteckt werden, auch Anspruch auf Entschädigung haben. Also, dieser Fakt ist auch gesetzlich verankert. Das ist denkbar, wenn ein Kind im Kindergarten zum Beispiel viel mit frisch geimpften Kindern zusammenkommt, kann es dadurch theoretisch auch Antikörper bilden, obwohl es nie selbst Masern hatte. Das ist auch eine Möglichkeit. Aber ansonsten bleibt wirklich nur der Weg der Argumentation. Und dann ist es je nachdem, wie zugänglich das Gesundheitsamt ist, und gibt es Ärzte, die das auch bescheinigen, aus ihrer eigenen Erfahrung.
[Kla.TV]
Ja. Sie sind ja selbst Sachverständiger für Impfverfahren. Wie kann man denn so etwas werden? Und sollte so etwas breitere Verbreitung finden?
[Dr. Patzak]
Ja. Das war nie mein Berufswunsch, ehrlich gesagt. Ich habe, als ich Tiermedizin studiert habe – und auch schon vorher – zehntausende Impfungen vorgenommen. Ich war also nicht als Impfgegner geboren. Mein Vater war Arzt. Ich bin ganz normal auch damit aufgewachsen, dass man eben geimpft ist, ja, so wie man Zähne putzt. Und erst in der homöopathischen Praxis, die ich angefangen habe vor 32 Jahren, ist mir aufgefallen, dass Kinder, aber auch Erwachsene, nach Impfungen plötzlich innerhalb von so und so langer Zeit Symptome ausgeprägt haben. Und das habe ich dann wieder und wieder gesehen. Und dann habe ich – ab 2001 war ja die Meldepflicht – habe ich angefangen, das zu melden und auch diese Meldung aufzuheben. Und dann habe ich Statistiken gemacht und habe gesehen – Donnerwetter! Ich habe zum Beispiel 20 autistische Kinder gesehen, und alle sind kurz vorher geimpft worden, bevor die ersten Symptome auftraten. Oder 50 Kinder mit Otitis media, Mittelohrentzündung, und die sind kurz vorher geimpft worden. Und dann sagt man natürlich in der Wissenschaft über Nebenwirkungen, dass solche sich wiederholende, immer wiederkehrende Komplikationen dann eben nicht zufällig sind.
Also, als Beispiel, ich habe vielleicht 10, 15 MS-Kranke gesehen – und es gab einen einzigen davon, der ungeimpft war. Bei allen anderen sind immer in einem gewissen Abstand – das kann aber auch länger sein – nach der Impfung die ersten MS-Symptome aufgetreten. Und das steht auch so in der Fachliteratur, da gibt es auch Studien dazu sogar. Ich gucke dann nach, haben das andere auch schon mal beobachtet oder bilde ich mir das jetzt ein? Und siehe da, es gibt das auch in der Fachliteratur.
[Kla.TV]
Und trotzdem werden diese Meldungen selten gemacht. [Impfschaden melden: vetopedia.org/de/impfschaden] Man hat es bei Corona gesehen, dass teilweise die Leute wirklich weggejagt wurden, wenn sie gesagt haben, ich habe vielleicht einen Impfschaden. Was können denn dann die Eltern machen, wenn diese Meldungen nicht erfolgen?
[Dr. Patzak]
Ja, das ist ein trauriges Kapitel. Ich zitiere gerne immer Upton Sinclair, der gesagt hat: „Sie können Zusammenhänge nicht erkennen, wenn Ihr Einkommen davon abhängt, sie nicht zu erkennen.“ Das hat er vor 100 Jahren schon geschrieben. Das war ein amerikanischer Politiker. Und das ist natürlich ein Punkt, warum es Ärzten schwerfällt, diese Zusammenhänge dann zu erkennen. Da muss ja auch eine gewisse Fehlerkultur und eine gewisse Selbstkritik dann wirken. Und die ist unter Umständen nicht in dem Maße vorhanden.
Anders stellt es sich dar, wenn jetzt beispielsweise ein Neurologe feststellt, das Kind hat Epilepsie, und dann sagt die Mutter vielleicht: „Oh, es ist eine Woche vorher geimpft worden.“ Und dann ist natürlich die Befürchtung des Neurologen, der hat zwar nicht selbst geimpft, aber er sagt sich: „Oh, wenn ich das jetzt melde, wird dann dieser Kinderarzt nochmal jemals wieder Kinder an mich überweisen?“ Also das sind ja auch rein wirtschaftliche Erwägungen, die dann dem Arzt auf der Seele drücken, beziehungsweise auch kollegiale Verhältnisse, wenn der Arzt jetzt eine Meldung macht. Und dann – in Sachsen zum Beispiel – kriegten die Ärzte immer die Anlage 3 zur Impfschadensverdachtsmeldung, die sie ausfüllen mussten. Und dann haben sie also erfahren, wer die Meldung gemacht hat, und … – also ich bin da sehr unbeliebt, und das ist nicht jeder gern.
Aber das Gesetz schreibt es nun mal vor: Der Verdacht auf eine Impfkomplikation ist meldepflichtig. Dieser Paragraph wird zwar im Medizinstudium auch behandelt, aber nicht geprüft. Es werden alle Infektionskrankheiten, die meldepflichtig sind, geprüft, aber nicht der Punkt „Verdacht auf Impfkomplikation“. Das ist nicht im Prüfungskatalog enthalten. Und ja, das ist so was ein bisschen wie der weiße Elefant im Raum, wenn zum Beispiel bei einer Immunologentagung, da werden plötzlich immunologisch dramatische Fälle dargestellt… Und die Kinder sind auch vorher geimpft worden, aber es wird nicht erwähnt. Also das ist so ein Tabuthema, würde ich sagen. Und tatsächlich – ich mache immer Umfragen, wenn ich vor Ärzten referiere – 99 Prozent der Anwesenden haben noch nie eine Impfkomplikation gemeldet. Und wenn ich sie frage, warum nicht, dann sagen viele, ja, ich weiß ja gar nicht, wie sich das äußert. Und das stimmt. Wenn sie nur ihr Medizinstudium haben, dann wissen sie es nicht, weil es nicht im Medizinstudium vorkommt. Wie erkenne ich eine Impfkomplikation? Wie äußert die sich? Nach welcher Zeit nach der Impfung muss ich damit rechnen? In welchem Alter treten welche Komplikationen auf? Welche Impfungen verursachen welche Komplikationen? Das ist alles bekannt in der Fachliteratur. Aber es steht nicht in Lehrbüchern. Es kommt nicht in Prüfungen vor. Und es wird nicht in Vorlesungen gelehrt. Das habe ich herausgefunden durch eine kleine Anfrage an den sächsischen Wissenschaftsminister kürzlich.
[Kla.TV]
Das ist verrückt. Nochmal zurück zu meiner Frage. So ein Gutachter wie Sie, der hat ja eine bestimmte Ausbildung. Wenn sich Kollegen dafür interessieren, wie können sie diesen Weg beschreiten?
[Dr. Patzak]
Ja, tatsächlich bin ich über die Praxis dazu gekommen. Es war so, dass im Jahr 2015 schon mal der sächsische Landtag die Frage einer Masernimpfpflicht debattiert hat. Und wir hatten damals eine ausgezeichnete Staatsministerin für Gesundheit, Frau Klepsch. Und sie hat den Abgeordneten mitgeteilt, also dass ihr nur Bescheid wisst, eine Impfpflicht ist grundgesetzwidrig, aber bitte schön, wir machen eine Anhörung. Und da wurden acht Sachverständige eingeladen, unter anderem ich. Ich hielt mich jetzt nicht so für einen besonderen Sachverständigen, aber ich wurde eben eingeladen. Und dann habe ich gedacht, gut, ich mache mal ein Zusatzstudium. Das kann man an verschiedenen Stellen machen. Ich hatte es bei der FIB Basel. Da gibt es so ein Fernstudium. Und dann habe ich eine Prüfung abgelegt. Das ist quasi wie ein Berufsabschluss, dass man Sachverständiger ist.
Und ich musste dann bei EUcert beweisen, dass ich tatsächlich sachverständig bin. Das habe ich dann also mit dem Protokoll der Landtagsanhörung getan, mit einem Buch, das ich verfasst habe zum Thema, und zahlreichen Artikeln, die ich zum Thema geschrieben habe. Und dann wurde mir sozusagen das Zertifikat zuerkannt von dieser Zertifizierungsstelle. Und jetzt bin ich auch gebeten worden, Ärzte dazu zu qualifizieren, weil natürlich mit der Anzahl, wie Sie schon gesagt haben, großen Anzahl von Impfkomplikationen, auch seit Covid-19, aber auch schon zuvor, mehr und mehr Betroffene jetzt auf die Idee kommen, ja Mensch, eigentlich steht mir eine Entschädigung zu. Aber natürlich wird, egal wie jetzt auch die Politik sich entwickelt, wird die Entschädigung ja nicht einfach so ausbezahlt wie Arbeitslosengeld, sondern da muss natürlich eine Beweisführung sein. Denn es gibt auch andere, zum Beispiel medizinische Nebenwirkungen, aber auch andere Erkrankungen, andere Ursachen, die in Frage kommen. Und da muss natürlich ein Sachverständiger darstellen, dass es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine Impfkomplikation handelt. Und ich bin dabei, eine Fortbildung für Ärzte vorzubereiten, die den Wunsch haben, das auch zu praktizieren. Das ist natürlich ein umfangreiches Gebiet, in das ich mich jetzt über 25 Jahre eingearbeitet habe. Das kann man nicht an drei Wochenenden weitergeben. Ja, jedoch, wenn Mediziner offen sind, dann will ich das gerne weitergeben, einfach um auch den vielen Betroffenen zu helfen. Denn ich nehme wahr, dass es mehr sind und denen das auch bewusst wird.
[Kla.TV]
Ja, das ist vor allem eine Bewusstseinsfrage, glaube ich. Dr. Patzak, vielen Dank, dass Sie sich da so reingearbeitet haben, dass Sie da dieses ganze Wissen auch mit den Kollegen teilen wollen! Ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Ihnen alles Gute.
[Dr. Patzak]
Danke auch, Ihnen auch alles Gute!
Autor: sl.
Sendungen zum Thema:
Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen:
Das Risiko der Masernimpfung ist größer als ihr Nutzen
https://www.kla.tv/40015Fachstimmen fordern die sofortige Aufhebung der Masernimpfpflicht
https://www.kla.tv/3976499 % Rückgang der Maserntodesfälle VOR Start der Impfungen – Sterbestatistik entlarvt Propaganda-Trick der Pharmaindustrie
https://www.kla.tv/39635
Quellen:
(keine Quellen, da eigenes Interview)








