ℹ️ Andere Sprachen und Downloads: www.kla.tv/41681
40 Jahre „Junge Freiheit“ – die deutsche Wochenzeitung hat sich unermüdlich gegen verschiedenste Angriffe ihren Platz in der Medienlandschaft erkämpft. Sie bearbeitet kritisch heikle Themen wie Massenmigration, Lebensschutz, den demographischen Niedergang Deutschlands, die Zerstörung der Familie uvm. Lernen Sie die „Junge Freiheit“ kennen und feiern Sie mit uns diesen Pionier der Aufklärung!
Kürzlich feierte die deutsche Wochenzeitung “Junge Freiheit” ihr 40-jähriges Jubiläum und darf auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. 1986 wurde sie vom damals 18-jährigen Schüler Dieter Stein in der Nähe von Freiburg gegründet. Die erste Auflage mit dem Titel: “Der Freiheit eine Gasse!” hatte noch einen Umfang von 8 Seiten und die 400 Exemplare wurden vom Gründer noch mit dem Fahrrad ausgefahren. Ohne große Sponsoren kämpfte er sich zusammen mit anderen idealistischen Mitstreitern durch die schwierige Anfangszeit. 1993 erfolgte der Umzug nach Berlin. Ab 1994 erscheint die JF erstmals wöchentlich und erlebte bis Anfang der 2020er Jahre einen stetigen Anstieg ihrer Abo-Auflage. Inzwischen steht hinter der Zeitung ein Verlag mit 60 Mitarbeitern, und nebst der auch im Umfang deutlich gewachsenen Printauflage verfügt sie auch über einen stark expandierenden Online-Auftritt mit 869.000 Followern in den sozialen Medien.
Die Junge Freiheit hatte von Beginn an ein liberal-konservatives Profil und bearbeitete Themen wie die Massenmigration, den Lebensschutz, den demographischen Niedergang Deutschlands, die Zerstörung der Familie, Kritik an der EU sowie dem EURO, die Wiedergewinnung eines normalen Nationalbewusstseins, einer positiven nationalen Identität und eines vernünftigen Umgangs mit der eigenen Geschichte,.
Da die JF in ihrer Anfangszeit immer wieder interessante Interviewpartner fand, wuchs ihr Bekanntheitsgrad schnell. Mit ihrem Themenprofil positionierte sie sich gegen den vorherrschenden Zeitgeist und machte sich damit auch Feinde, die zunehmend äußerst aggressiv und gewalttätig gegen die Zeitung vorgingen. So machten Anfang der 90er Jahre bundesweit 160 Antifa-Gruppen mit Drohbriefen Druck auf Kioskbesitzer, die Zeitung aus dem Sortiment zu nehmen. Wo die Drohungen nicht Wirkung zeigten, wurden Kioske gestürmt und ausliegende Exemplare der JF und anderer Zeitungen zerrissen oder die Schlösser der Verkaufsstände mit Tonmasse verstopft, so dass deren Besitzer diese nicht öffnen konnten.
Im Oktober 1994 wurden mit Waffengewalt aus der Druckerei die Adressen der Abonnenten geraubt. Diese wurden daraufhin in linksradikalen Publikationen veröffentlicht, und es kam zu Repressionen gegen die Leser der Zeitung. Doch dabei blieb es nicht! Zwei Monate später kam es zu einem Brandanschlag von Linksterroristen, die sich als “revolutionäre Lesbenfrauengruppen” bezeichneten, auf die Druckerei in Weimar. Ein Großteil der Maschinen wurde zerstört, und es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Die Druckerei kündigte daraufhin fristlos den Vertrag mit der JF.
Ein Aufschrei fand in der deutschen Medienlandschaft jedoch nicht statt. Wenn überhaupt, wurde in den allermeisten Medien nur mit wenigen Zeilen über den Anschlag berichtet.
Danach ging der Terror unvermindert weiter. Anfang 1995 wurde die Telefonleitung des Büros durchtrennt, Rauchgasgranaten wurden in die Büroräume geworfen und das Auto des Zeitungsgründers und Chefredakteurs Dieter Stein in Brand gesetzt.
Es ist Dieter Stein und seinem Team hoch anzurechnen, dass sie sich angesichts dieser Bedrohungen von Leib und Leben nicht zurückgezogen, sondern sich gesagt haben: “Jetzt erst recht!”
Nachdem man mit roher Gewalt keinen Erfolg hatte, änderten die Feinde der JF die Strategie. 1995 wurde der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen auf die JF angesetzt und nahm diese in seinen Bericht auf. Dies stellte die Zeitung vor große Herausforderungen, da dies einerseits abschreckend auf Leser wirkte und andererseits Anzeigenkunden Angst hatten, in der JF zu werben, um nicht selbst Nachteile zu erleiden. Auch Anzeigen, die die JF in anderen Medien schalten wollte, um neue Abonnenten zu gewinnen, wurden mit Hinweis auf die Beobachtung durch den Verfassungsschutz abgelehnt. So musste sich die JF juristisch zur Wehr setzen und gewann nach zehnjährigem Rechtskampf vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Verfassungsschutz. Dieses Urteil war ein wesentlicher Meilenstein für die Pressefreiheit in Deutschland.
Dieter Stein analysierte den Angriff des Verfassungsschutzes in einem Interview wie folgt:
“Aus Sicht der Behörde wurde als problematisch wahrgenommen, dass die Junge Freiheit intensiv über die Republikaner [rechtskonservative deutsche Kleinpartei, die sich aus der CSU abgespalten hatte und Anfang der 90er-Jahre in einige Landtage einzog] berichtete. Gleichzeitig wurden bei uns neben Vertretern der Republikaner auch Politiker der Union interviewt. Wir haben in den Augen der Verfassungsschützer eine Quarantäne durchbrochen, die auch medial über die Republikaner ausgesprochen war. Ein Versuch, der später auch bei der AfD unternommen wurde, aber aufgrund der Entwicklung der sozialen Medien scheiterte. Unter den damaligen Bedingungen war das anders. Das Internet hat noch keine Rolle gespielt. Berichterstattung erfolgte ausschließlich über öffentlich-rechtliche Medien und über klassische Printmedien. Es war damals auch durch stillschweigende Vereinbarungen zu steuern, über wen maßgeblich berichtet wird. Wer auftaucht, wer nicht auftaucht. Die Junge Freiheit war praktisch wie ein Blockadebrecher.”
Dieses Beispiel zeigt, wie wesentlich die Pionierarbeit der Jungen Freiheit, gerade auch zu der Zeit war, als viele freie Aufklärer noch nicht die Möglichkeit des Internets für ihren Aufklärungsdienst hatten.
Ihren Status als Blockadebrecher hat sich die Junge Freiheit beibehalten, ist unbequem geblieben, hat immer wieder Missstände aufgedeckt und gelernt, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. So zum Beispiel 2006, als ihr aus politischen Gründen die Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse verweigert wurde. Nachdem sich über 1.500 Bürger und namhafte Vertreter aus Medien, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in einem „Appell für die Pressefreiheit“ solidarisierten, musste die Messeleitung einlenken und die Teilnahme zulassen.
2022 blies die JF dann zur Offensive gegen die Rundfunk-Zwangsgebühren und rief eine Petition zur Abschaffung der Rundfunkgebühren und zu einer grundlegenden Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Leben. Diese wurde von 200.000 Bürgern unterzeichnet. Im Folgejahr wurde Chefredakteur Dieter Stein in fünf Landtagen als Sachverständiger zum Rundfunkstaatsvertrag angehört.
Auch investigativ wurden immer wieder Akzente gesetzt.
Die JF deckte Verbindungen von Politikern in die linksextreme Szene auf, z. B. 2007 bei der damaligen Juso-Vorsitzenden Franziska Drohsel oder 2022 bei der Bundesinnenministerin Nancy Faeser. 2024 berichtete die JF über eine Entwurfsfassung des Berliner Senats, welcher die Einrichtung von Sexräumen für drei- bis sechsjährige Kinder vorsah. Nach der Berichterstattung wurden die Pläne zurückgezogen. 2026 enthüllte die JF, dass linksextreme NGO-Mitarbeiter in einer sächsischen Schule homosexuelles pornografisches Material gezeigt hatten. Die Berichterstattung entfachte einen Sturm, so dass der Schulleiter das Programm stoppte und sich sowohl der sächsische Landtag als auch der Bundestag damit auseinandersetzen mussten.
Dies alles wurde möglich, weil sich die Junge Freiheit ihre Unabhängigkeit bewahrt hat und nicht von großen Sponsoren, sondern vor allem von ihrer Leserschaft und Förderern getragen wird. Auch Kla.TV gratuliert zu 40 Jahren erfolgreichem Kampf für Meinungs- und Pressefreiheit. Sie haben gezeigt, was möglich ist, wenn man eine Vision hat und diese mit vollem Einsatz und ganzem Herzblut verfolgt. Wir wünschen der Jungen Freiheit auch für die kommende Zeit, dass sie weiterhin offensiv, unangepasst und unerschrocken die Missstände in Deutschland artikulieren kann und jeder Angriff sie nur umso stärker macht.
Zum Abschluss der Sendung noch auszugsweise einige Grußworte, die die Junge Freiheit in ihrer Sonderbeilage zum Jubiläum veröffentlicht hat.
Helmut Markwort [Gründungschefredakteur und Herausgeber des Focus-Magazins]:
Eine Heldentat
Die Junge Freiheit imponiert mir wegen ihrer unabhängigen Position genauso wie wegen ihrer Gründungsgeschichte. Wie der 18-jährige Schüler Dieter Stein in diesen vierzig Jahren eine richtige Wochenzeitung mit allen klassischen Ressorts aufgebaut hat, gehört zu den Heldentaten der deutschen Publizistik. Er hat nicht nur die Meinungsvielfalt erweitert, sondern vor allem auch die Informationsvielfalt [...]
Heinrich Sickl [Chefredakteur und Geschäftsführer des österreichischen Magazins Freilich]
Beharrlich und standfest
[...] Die Junge Freiheit hat sich im deutschsprachigen Raum als unverzichtbare bürgerliche und konservative Stimme etabliert - unbequem, beharrlich und standfest gegen den Druck eines Mainstreams, der echte Debatten oft lieber vermeidet als zulässt. [...]
Jan Fleischhauer [Kolumnist, erst beim Spiegel, heute für den Focus]
Tapfer durchgehalten
[...] Wenn man sich in Mediendeutschland umsieht, gehört die Junge Freiheit eindeutig zu den bedrohten Minderheiten. Was haben die anderen nicht alles unternommen, um die JF vom Platz zu fegen. Kein Trick wurde ausgelassen, auch kein schmutziger. Aber die Redaktion hat 40 Jahre tapfer durchgehalten. Allein das ist einen großen Glückwunsch wert! [...]
Peter Hahne [Bestsellerautor, früher Nachrichtenmoderator beim ZDF]
Mit der Steinschleuder
Vierzig Jahre und kein bisschen leise! Ein Blatt, das quer ist, ohne queer zu sei. Quer zum Hauptstrom der Steuer-subventionierten Einheits-Medien, der Hätschelkinder der (noch) Herrschenden. [...] JF steht für Leuchtfeuer. JF steht für verlässliche Qualität [...] Der höchste Orden ist eine treue Leserschaft.
Roger Köppel [Verleger und Chefredakteur der Weltwoche]:
Bedeutender Beitrag zur Meinungsvielfalt
[…] Als Sie angefangen haben, war der Konservatismus am Boden. Heute erleben wir die Rückkehr des Bewährten und Soliden. Sie waren ihrer Zeit voraus. Ich freue mich auf weitere Ihrer Ausgaben, die ich mit Freude und Gewinn lese.
Autor: tz.
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 03. Mai ─ Der Pressekodex: Kriterien echter Qualitätsmedien
www.kla.tv/41031„Kampf gegen Desinformation“ - Freie Aufklärer im Kreuzfeuer
www.kla.tv/28867
Quellen:
Junge Freiheit Nr. 24/26 - Sonderbeilage zum Jubiläum
Pornos in sächsischer Schule
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/jf-enthuellung-zu-pornos-in-schule-ministerium-prueft-gesetzesverstoesse/
Creative Commons Lizenzen
https://www.creativecommons.org/licenses/








