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Aufruhr gegen Zwangsrekrutierung in der Ukraine: Ein Vorschatten auf das Reservestärkungsgesetz?

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In der Ukraine gibt es beim Einsammeln neuer Rekruten für die Front gegen Russland massive Widerstände und Ausschreitungen seitens der Bevölkerung. Sind diese zum Teil bürgerkriegsähnlichen Zustände ein Vorschatten dessen, was Europa blüht, wenn weiter der Kriegskurs gefahren wird, anstatt auf Deeskalation und Frieden zu setzen?

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In der Ukraine gestaltet sich der Rekrutierungsprozess der Wehrfähigen nicht so reibungslos, wie es nötig wäre, um die stetig neu entstehenden Lücken an der Front gegen Russland zu schließen.

Die Nachrichtenplattform Antispiegel berichtete am 11. Juli 2026: „Laut der ukrainischen Polizei stieg die Zahl der Angriffe auf Rekrutierungszentren von 38 im Jahr 2023 auf 341 im Jahr 2025.“

Aufruhr gibt es auch beim Aufsuchen und Einsammeln der Wehrpflichtigen durch die Behördenmitarbeiter. Laut dem Internetmagazin multipolar wollten am 8. Juli 2026 in Lemberg/Ukraine ca. 200 Anwohner die Zwangsrekrutierung eines 30-Jährigen verhindern. Augenzeugen zufolge sollen die Rekrutierer zuvor einen Zivilisten verprügelt und in einen Kleinbus der Behörde gedrängt haben. Daraufhin versammelten sich Anwohner, um dem Mann zu helfen. Die Mitarbeiter des regionalen Rekrutierungszentrums (TZK) wurden dabei auf der Straße umzingelt, körperlich angegriffen und Autos der Behörde zerstört. Auch Schüsse seien gefallen, mehrere Menschen seien verletzt worden. Präsident Selenski und regionale Behörden verurteilen das Verhalten der Anwohner und drohen Konsequenzen an. Soweit die Meldung von multipolar zur Lage der Rekrutierungsprozesse in der Ukraine.

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Die Nachrichtenplattform Antispiegel ergänzt am 11. Juli 2026:

„Doch die Unruhen in Lemberg sind nur die jüngste Episode einer Reihe eskalierender Proteste. […] Allein seit Sommerbeginn wurden so viele Übergriffe von Rekrutierern gemeldet, dass ihre Beschreibung einem kurzen Roman gleichkäme. Einem kurzen, aber sehr dramatischen.

Die Beamten ergreifen jeden, den sie erreichen können: alleinerziehende Väter, oder im Gegenteil kinderreiche Väter, Fahrer, Mähdrescherfahrer, Bauern, Veteranen, Ausländer, Drogenabhängige und sogar Behinderte. Selbst Gassi geführte Hunde halten sie nicht auf.

Sie schrecken bei der Zwangsmobilisierung auch vor keiner Methode zurück: Sie würgen, schlagen Leute zusammen, fesseln und foltern sie, schlitzen Reifen auf. Verzweifelte Bürger greifen gegen die Militärkommissariate immer häufiger zu Waffen und improvisierten Mitteln. Die Chronik dieser Auseinandersetzung ist in ihrer Brutalität erschreckend.“

Das ist leider wie so häufig die Konsequenz von jahrelanger und fortlaufender Unterdrückung der Zivilbevölkerung, so wie es in der Ukraine geschieht. Die Leitmedien greifen dies in der Regel nicht auf. Die Bevölkerung fühlt sich weder verstanden noch gehört. In der existenziellen Not gelingt es den allermeisten dann nicht, Besonnenheit als oberstes Gebot der Stunde zu bewahren, obwohl eigentlich jeder weiß, dass man mit Gewalt keine Probleme löst. Schon gar nicht aus hitzig aufgestauten Emotionen heraus. Dann geschehen leider Dinge, die man später bitter bereut, wie zum Beispiel diese Ausschreitungen, die der Antispiegel auflistet:

„Am 10. Juni rammte in der Region Rowno ein Traktorfahrer ein Fahrzeug des Militärkommissariats und brach einem Angestellten den Arm. Am 12. Juni griffen Einwohner von Krywyj Rog einen Bus der Militärkommissare mit einer Schaufel an und konnten einen zwangsrekrutierten Mann befreien. Am 15. Juni kam in der Region Rowno wieder eine Schaufel zum Einsatz, als ein Mann seinen Nachbarn vor Mitarbeitern des Militärkommissariats verteidigte. Am 18. Juni eröffnete ein Mann im Dorf Letytschiv in der Region Chmelnyzkyj mit einem Sturmgewehr das Feuer auf das Gebäude des Militärkommissariats. Am 22. Juni wehrte sich in Charkow ein Mann mit einer Pistole, Blendgranaten und einem Messer gegen Mitarbeiter des Militärkommissariats und flüchtete anschließend. Am 26. Juni tötete ein Mann in Charkew einen Mitarbeiter des Militärkommissariats mit einem Messer. Am 28. Juni befreiten Bewohner von Saporoschje einen Mann unter dem Einsatz von Pfefferspray. Am 30. Juni erstach eine Frau in Odessa einen Mitarbeiter des Militärkommissariats, als dieser versuchte, ihren Freund zwangsweise einzuziehen. Die Liste ließe sich fortsetzen.“

Sind diese bürgerkriegsähnlichen Zustände in der Ukraine möglicherweise dunkle Vorschatten dessen, was auch der EU und hier speziell Deutschland an Aufruhr blüht, wenn statt konsequenter Friedensbemühungen und Deeskalation weiter auf Kriegskurs gesetzt wird? Ein Kriegskurs, den weite Teile der Bevölkerung gar nicht wollen? Doch wenn erst mal das Reservestärkungsgesetz (ResStG) durch den Bundestag gewunken wurde und daraufhin Reservisten konsequent einberufen werden, hat sich die Kriegsschlinge so weit zugezogen, dass hier niemand so schnell wieder raus kommt.

Daher nochmals der Aufruf: Wer dieser Kriegstreiberei den Riegel vorschieben will, der erhebe JETZT seine Stimme! Jetzt gilt es unseren Bundestagsabgeordneten mit Briefen und in Gesprächen eindeutig klarzumachen: „Wir wollen keinen Krieg!“

Und: Es braucht nicht nur ein klares „Nein!“ zum Reservestärkungsgesetz, sondern auch ein entschiedenes „Nein!“ zu jeder weiteren Form der Kriegsvorbereitung. Sei auch du Teil dieser Friedensbewegung!

Autor: Horst hm.

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Quellen:

Der wachsende Widerstand gegen die brutalen Zwangsrekrutierungen
https://anti-spiegel.ru/2026/der-wachsende-widerstand-gegen-die-brutalen-zwangsrekrutierungen/

Nach Aufruhr gegen Zwangsrekrutierung in Lemberg: Politik und Justiz wollen gegen Protestierende vorgehen
https://multipolar-magazin.de/meldungen/0444

Reservestärkungsgesetz: Einsatzbereite Reserve – abwehrbereite Truppe
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/regierung-billigt-reservestaerkungsgesetz-6118026

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