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CH-Abstimmung am 29.11.2026: JA zur Fairness-Initiative Keine steuerliche Benachteiligung für alle Familienmodelle!

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Am 29. November entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung, auf welche Weise die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren abgeschafft werden soll. Die „Fairness-Initiative“ ist ein weiterer Versuch, diese Familienstrafe zu beseitigen. Ehepaare sollen nicht mehr benachteiligt werden – allem voran diejenigen mit nur einem Einkommen. Lasst uns nicht benachteiligen, wer für andere Verantwortung übernimmt. Darum, legen Sie am 29. November ein JA in die Urne!

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Am 29. November 2026 wird in der Schweiz abgestimmt. Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet unter anderem über die Volksinitiative „JA zu fairen Bundessteuern – auch für Ehepaare!“, kurz „Fairness-Initiative“ genannt. Sie will die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren bei der direkten Bundessteuer abschaffen. Ehepaare sollen nicht mehr bezahlen als unverheiratete Paare in vergleichbarer wirtschaftlicher Situation. Eine Heirat allein dürfe nicht zu einer höheren Steuerbelastung führen. Die Partei „Die Mitte“ hat diese Initiative 2024 mit mehr als 120.000 Unterschriften eingereicht.

Eigentlich hätte die „Fairness-Initiative“ den Stimmbürgern zusammen mit der „Steuergerechtigkeitsinitiative (Individualbesteuerung)“ am 8. März 2026 vorgelegt werden müssen. Die „Evangelische Volkspartei“ (EVP) schreibt in einer Medienmitteilung vom 11. September 2026, Bundesrat und Parlament hätten die „Fairness-Initiative“ so lange verzögert, dass die beiden Vorlagen nicht gleichzeitig beurteilt werden konnten. Die Stimmbevölkerung konnte deshalb nicht zwischen verschiedenen Optionen zur Abschaffung der „Heiratsstrafe“ wählen.

Am 8. März 2026 wurde die Individualbesteuerung mit 54 Prozent JA-Stimmen angenommen und somit die sogenannte „Heiratsstrafe“ teilweise abgeschafft. Als „Heiratsstrafe“ wird in der Schweiz die steuerliche Ungleichbehandlung von verheirateten Paaren bezeichnet. Als Folge von diesem Entscheid müssen Ehepaare künftig zwei getrennte Steuererklärungen einreichen. Einkommen und Vermögen werden getrennt veranlagt. Doppelverdiener-Paare mit ähnlich hohen Einkommen profitieren von dieser Lösung. Enorm benachteiligt werden nun jedoch Einverdiener-Familien und Familien mit einem kleinen Zweiteinkommen. Hat eine betreuende Person beispielsweise kein steuerbares Einkommen, weil sie nicht berufstätig ist, kann sie ihren Anteil am Kinderabzug steuerlich nicht geltend machen. Die Ehe wurde als wirtschaftliche Einheit, in der man füreinander Verantwortung übernimmt, abgeschafft.

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Nun kommt am 29. November 2026 mit der „Fairness-Initiative“ also erneut eine Steuervorlage zur Abstimmung. Im Gegensatz zur Individualbesteuerung schlägt die „Fairness-Initiative“ einen einfacheren Weg vor, ohne neue Familienstrafe:

In der Bundesverfassung soll ein klarer Grundsatz verankert werden: „Ehepaare werden bei der direkten Bundessteuer gemeinsam veranlagt und dürfen gegenüber anderen Steuerpflichtigen nicht benachteiligt werden.“ Die Initiative schlägt dafür ein Modell der alternativen Steuerberechnung vor: „Ehepaare reichen weiterhin gemeinsam eine Steuererklärung ein und werden wie bisher gemeinsam veranlagt. Zusätzlich berechnet die Steuerverwaltung, wie hoch ihre Steuerbelastung nach den Regeln für unverheiratete Personen wäre. In Rechnung gestellt wird der tiefere der beiden Beträge.“

Die „Fairness-Initiative“ respektiert damit verschiedene Lebens- und Erwerbsmodelle. Wie Paare Erwerbs- und Familienarbeit aufteilen, kann sich im Laufe des Lebens immer wieder verändern – etwa durch Familienphasen, Weiterbildung, Jobwechsel, Selbständigkeit oder die Pflege von Angehörigen. Wer sein berufliches Pensum reduziert um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen, übernimmt Verantwortung für andere. Diese Arbeit verdient Wertschätzung und darf steuerlich nicht benachteiligt werden. Wer sich kümmert, soll nicht draufzahlen.

Lilian Studer, Parteipräsidentin EVP Schweiz und Mitglied des Initiativkomitees, bringt es auf den Punkt: „ Am 8. März hat die Bevölkerung entschieden, dass die ‚Heiratsstrafe‘ abgeschafft werden soll. Am 29. November entscheidet sie, wie. Die ‚Fairness-Initiative‘ ist die letzte Chance auf eine Lösung, die kein Familienmodell benachteiligt.“

Wer die Familienarbeit stärken und mit einer fairen Lösung die „Heiratsstrafe“ für alle gleich abschaffen will, legt deshalb unbedingt am 29. November 2026 ein JA in die Urne. Das Steuersystem soll sich an den Menschen orientieren – nicht umgekehrt.

Autor: rg.

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Offizielle Webseite zur Initiative: JA zur „Fairness-Initiative“:
https://ja-zu-fairness.ch/

Quellen:

Creative Commons Lizenzen
https://www.creativecommons.org/licenses/

JA zur „Fairness-Initiative“
https://ja-zu-fairness.ch/

https://ja-zu-fairness.ch/wp-content/uploads/2026/10/Fragen_und_Antworten_Fairness-Initiative.pdf

https://ja-zu-fairness.ch/wp-content/uploads/2026/09/0110206_Communique_Ja_zur_Fairness-Initiativepdf.

Medienmitteilung überparteiliches JA-Komitee zur „Fairness-Initiative“
https://die-mitte.ch/jede-familie-ist-anders-jede-verdient-faire-steuern/

„Fairness-Initiative“: Letzte Chance gegen die Individualbesteuerung
https://jugendundfamilie.ch/

„Fairness-Initiative“: Es gibt noch Hoffnung!
https://www.evppev.ch/fairness-initiative-es-gibt-noch-hoffnung

Medienmitteilung der Evangelischen Volkspartei (EVP) vom 11.9.2026
https://www.evppev.ch/newsartikel/letzte-chance-fuer-faire-steuern-fuer-ehepaare

Argumente der Evangelischen Volkspartei (EVP)
https://www.evppev.ch/abstimmungen/abstimmungen/naechste-abstimmungen/fairness-initiative

„Heiratsstrafe“
https://de.wikipedia.org/wiki/Heiratsstrafe
https://www.vermoegenszentrum.ch/wissen/heiratsstrafe

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